Bremen –

Bremens ehemaliger Bürgermeister Koschnick gestorben

Bremen.  Nur wenige Wochen nach seinem 87. Geburtstag starb der langjährige Bürgermeister Bremens, Hans Koschnick, am Donnerstag. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat ihn als „geradlinigen, entschlossenen und mitreißenden“ Ausnahmepolitiker bezeichnet. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) würdigte Koschnicks Verdienste für Frieden und Stabilität und betonte: „Ein großer, norddeutscher Sozialdemokrat ist heute von uns gegangen.“

Koschnick führte das kleinste Bundesland von 1967 bis 1985. Der Ur-Bremer Koschnick widmete sich nach seinem Rückzug aus der Landespolitik 1985 der Völkerverständigung und Friedensarbeit. So wurde Koschnick im Juli 1994 für 20 Monate EU-Administrator in der vom jugoslawischen Bürgerkrieg zerstörten Stadt Mostar. Anschließend übernahm er von Ende 1998 bis Ende 1999 die Funktion des Bosnienbeauftragten der Bundesregierung und war für die Rückführung der Bosnienflüchtlinge zuständig. Außerdem war er viermal als Schlichter im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes gefragt.

( dpa )

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