Sicherheit

Koalition will Bürgern mehr Geld für Einbruchschutz geben

Die Einbruchzahlen sind in die Höhe geschnellt. Nun soll es für Einbruchschutz auch noch mehr Förderung geben als zunächst geplant.

Eine gestellte Szene, die sich Hausbesitzer und Mieter nicht ausmalen möchten. Für besseren Einbruchschutz soll es mehr Geld geben.

Eine gestellte Szene, die sich Hausbesitzer und Mieter nicht ausmalen möchten. Für besseren Einbruchschutz soll es mehr Geld geben.

Foto: Daniel Maurer / dpa

Berlin.  Haus- und Wohnungseigentümer sollen noch stärker gefördert werden, wenn sie in den Einbruchschutz investieren. Union und SPD planen eine Ausweitung der bestehenden Programme, wie aus einem Papier hervorgeht, das die Spitzen beider Bundestagsfraktionen bei einer Klausur im baden-württembergischen Rust beschließen wollen. Den Plänen zufolge, die der dpa vorliegen, sieht die große Koalition auch Bedarf, die Polizei aufzustocken. Das ist vor allem Sache der Länder.

Die Einbruchzahlen waren nach einem leichten Anstieg im Jahr 2014 im vergangenen Jahr sogar um mehr als zehn Prozent gestiegen, 167.136 wurden erfasst. 2013 waren es 149.500. Angesichts solcher Zahlen hat der Bund bereits vor einigen Monaten als Signal Hilfe zur Selbsthilfe versprochen. Wer es Einbrechern technisch schwerer macht, in die Räume zu gelangen, kann Förderung in Anspruch nehmen.

Ein Topf mit 30 Millionen Euro war dafür vorgesehen. Nun soll die Summe aufgestockt werden. Zudem soll eine Förderung auch möglich sein, wenn die Investitionssumme noch nicht die Schwelle von 2000 Euro erreicht. Die Höhe des Zuschusses kann zudem auf bis zu 20 Prozent steigen.

Verschiedene Fördermöglichkeiten

Das bestehende Programm sieht seit November Zuschüsse für Eigentümer und Mieter vor. Geld gibt es aus dem KfW-Förderprogramm für Einzelmaßnahmen zur Prävention, also wenn etwa Türen ausgetauscht oder Alarmanlagen installiert werden.

Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen und Bauträger können seit April zinsgünstige Kredite von der KfW erhalten. Bereits zuvor gab es die Möglichkeit, über die bestehenden Programme „Altersgerecht Umbauen“ und „Energieeffizient Sanieren“ besseren Einbruchschutz fördern zu lassen. Detaillierte Informationen zu den Leistungen der KfW stellt das Institut im Internet bereit. Daneben gibt es auch von einzelnen Bundesländern Programme. Eine Übersicht liefert die Seite kriminalpraevention.de.

Die Fraktionsspitzen wollen dem Papier zufolge die innere Sicherheit zu einem Investitionsschwerpunkt machen und streben eine deutliche personelle Stärkung bis 2019 an. Das soll den Ländern als Vorbild dienen, die ihre Behörden soweit erforderlich ebenfalls verstärken sollen. Außerdem, so das Papier, sollen die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern neue Methoden nutzen, mit denen Einbruchskriminalität durch Analyse bisheriger Tatmuster vorhergesagt werden kann. (law/dpa)

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