Forsa-Umfrage

So würden die Deutschen wählen, wäre Sonntag Bundestagswahl

Die Grünen fallen laut Forsa-Umfrage zurück, landen aber vor der AfD. Und die Deutschen finden, Gauck sollte Bundespräsident bleiben.

Hat bei der Kanzlerpräferenz zwei Punkte eingebüßt: Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) wünscht sich einer Forsa-Umfrage Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin.

Hat bei der Kanzlerpräferenz zwei Punkte eingebüßt: Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) wünscht sich einer Forsa-Umfrage Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Hamburg.  Der Höhenflug der Grünen gerät laut der Stern-RTL-Wahltrendumfrage von Forsa ins Stocken. In der vergangenen Woche hatte die Partei mit 14 Prozent ihr bestes Ergebnis seit dem Sommer 2013 erreicht, nun büßt sie im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ein. Mit 13 Prozent liegt sie jedoch immer noch vor der AfD, die einen Prozentpunkt hinzugewinnt und bei 11 Prozent landet. Die Werte für die anderen Parteien bleiben unverändert: Die Unionsparteien CDU/CSU stagnieren bei 34 Prozent, die SPD steht bei 21 Prozent, die Linke bei 9, die FDP bei 7 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt weiterhin 29 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz rutscht Angela Merkel um zwei Prozentpunkte ab, nur noch jeder Zweite wünscht sich Merkel als Bundeskanzlerin. Währenddessen kann sich SPD-Chef Sigmar Gabriel um einen Punkt verbessern. Damit liegt Merkel aber immer noch 37 Punkte vor Gabriel, den sich 13 Prozent aller Wahlberechtigten als Kanzler wünschen. Selbst unter den eigenen Anhängern sprechen sich nur etwas mehr als ein Drittel (34 Prozent) für ihn als Kanzler aus. 40 Prozent der SPD-Sympathisanten würden zudem Angela Merkel wählen.

Außenminister Steinmeier ist Favorit für Gauck-Nachfolge

In einer weiteren Umfrage ermittelte das Forsa-Institut im Auftrag des „Stern“, wen die Deutschen als Nachfolger für den 76-jährigen Bundespräsident Joachim Gauck favorisieren, falls dieser aus Altersgründen für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Durchweg am besten schneidet Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ab, den 37 Prozent für den geeignetsten Kandidaten für das höchste Amt im Staat halten.

Abgeschlagen sind zwei Kandidaten aus der CDU, die schon einmal als Staatsoberhaupt im Gespräch waren: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (20 Prozent) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (10 Prozent). Eine Kandidatur der grünen Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt bekommt von den Bundesbürgern mit 9 Prozent die geringste Unterstützung.

Altersgrenze für Amt des Bundespräsidenten nicht gewünscht

Eine breite Mehrheit (65 Prozent) würde es begrüßen, wenn sich der gebürtige Rostocker Joachim Gauck im Februar 2017 erneut zur Wahl stellen würde. Allerdings wünscht sich das mit 47 Prozent nur knapp jeder zweite Ostdeutsche.

Eine Altersgrenze für das Amt des Bundespräsidenten lehnen die Deutschen mehrheitlich ab (59 Prozent). 39 Prozent sprechen sich dafür aus; die Mehrheit der Befürworter einer Altersgrenze (43 Prozent) sind der Meinung, dass ein Kandidat zum Zeitpunkt der Wahl nicht älter als 60 Jahre sein sollte.

Das Forsa-Institut befragte vom 11. bis 15. April 2504 repräsentativ und nach Zufall ausgesuchte Bundesbürger nach ihren Wahlpräferenzen. Für die Gauck-Umfrage wurden am 14. und 15. April 1002 Bundesbürger durch eine Zufallsstichprobe ermittelt. (fmg)

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