Anschläge

Neue Fotos aus Brüssel zeigen: So floh der „Mann mit Hut“

„Der Mann mit Hut“ vom Flughafen Brüssel ist weiter auf der Flucht: Die Justiz hat seinen Fluchtweg ermittelt – und zeigt neue Fotos.

Der „Mann mit Hut“ auf seiner Flucht nach den Anschlägen vom Flughafen.

Der „Mann mit Hut“ auf seiner Flucht nach den Anschlägen vom Flughafen.

Foto: HANDOUT / REUTERS

Brüssel.  Die Suche nach dem „Mann mit Hut“ von den Attentaten am Brüsseler Flughafen läuft weiter – aber die Justiz in Belgien hat neue Ansätze: Ermittler haben die Flucht des Mannes noch für fast zwei Stunden nach den Anschlägen rekonstruieren können. Was ihnen Hoffnung macht: Es gibt nun auch neue Fotos des Gesuchten. Die Behörden vermuten in ihm einen möglichen dritten Attentäter. Am Flughafen waren 17 Menschen bei dem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen.

Nach Auswertung von Bildern der Überwachungskameras verliert sich die Spur des Mannes nun erst um 9.50 Uhr, wie die Staatsanwaltschaft Brüssel mitteilte. Rund zehn Kilometer ist der Mann demnach vom Flughafen gelaufen, vorbei an Metrostationen, die zunächst noch geöffnet waren. An mehreren Kreuzungen wurde er fotografiert. Um 7.58 Uhr waren die Sprengsätze am Flughafen detoniert, um 9.11 Uhr sprengte sich ein Selbstmordattentäter an der Metrostation Maelbeek in die Luft. Hier starben 14 Menschen. Insgesamt vier Verletzte starben später in Krankenhäusern.

Von Interesse für die Behörden ist vor allem seine helle Jacke, die der Mann unterwegs entsorgt hat. Die Staatsanwaltschaft rief die Bevölkerung auf, mögliche Fotos oder Videoaufnahmen des Verdächtigen zu übermitteln. Die Behörden veröffentlichten auch ein Video.

Der „Mann mit dem Hut“ ist auf dem Bild einer Flughafen-Überwachungskamera auf der rechten Seite zu sehen. Am Flughafen hatten sich am 22. März laut Ermittlungsergebnissen Najim Laachraoui (24) und Ibrahim El Bakraoui (29) in die Luft gesprengt. (law)