Briefkastenfirmen

Internationale Experten sollen Panamas Finanzwesen prüfen

Nach Bekanntwerden der „Panama Papers“ will das Land seine Finanzpraktiken beleuchten. Auch ausländische Experten sollen teilnehmen.

Im Mittelpunkt der „Panama Papers“ steht die panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca.

Im Mittelpunkt der „Panama Papers“ steht die panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca.

Foto: REINHARD KRAUSE / REUTERS

Panama-Stadt.  Panama will die in Verruf gekommenen Finanzpraktiken im Land von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen. In dem Gremium würden einheimische und ausländische Experten sitzen, sagte Präsident Juan Carlos Varela am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Namen nannte er nicht. Es gehe um eine Bewertung und Vorschläge, die dann mit anderen Ländern diskutiert würden. Ziel sei es, für mehr Transparenz zu sorgen.

Die Ankündigung ist eine Reaktion auf die sogenannten „Panama Papers“. Medien haben enthüllt, dass eine Kanzlei aus Panama Briefkastenfirmen für zahlreiche Prominente aufgesetzt hat. Diese können für Geldwäsche und Steuerhinterziehung genutzt werden. Viele Regierungen haben Ermittlungen angekündigt. In Island ist Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson über die Affäre gestürzt. (rtr)

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