US-Präsidentschaftswahl

Trumps Wahlkampfmanager wegen Körperverletzung angeklagt

Corey Lewandowski muss sich vor Gericht verantworten. Donald Trumps Wahlkampfleiter soll eine Journalistin zu Boden geworfen haben.

Corey Lewandowski (links) steht mit Präsidentschaftsanwärter Donald Trump in Florida auf der Bühne. Jetzt ist der Wahlkampfmanager wegen Körperverletzung angeklagt.

Corey Lewandowski (links) steht mit Präsidentschaftsanwärter Donald Trump in Florida auf der Bühne. Jetzt ist der Wahlkampfmanager wegen Körperverletzung angeklagt.

Foto: JOE SKIPPER / REUTERS

Washington.  Donald Trumps Wahlkampfmanager Corey Lewandowski wird in Florida wegen Körperverletzung angeklagt. Mehrere US-Medien zitierten am Dienstag aus Unterlagen der Polizei in Jupiter. Lewandowski soll am 8. März auf einer Wahlkampfveranstaltung eine Reporterin am Arm gepackt und zu Boden gestoßen haben.

Den Polizeiunterlagen zufolge handelt es sich bei der Journalistin um Michelle Fields, eine ehemalige Reporterin des konservativen Nachrichtenportals Breitbart. Sie soll am Arm eine Quetschung davongetragen haben. Die Polizei veröffentlichte auch ein Video, das zeigt, wie Fields neben Trump hergeht und dann von Lewandowski am Arm gegriffen und nach hinten gezogen wird, als sie versucht, den Milliardär zu befragen.

Eine Sprecherin des Wahlkampfteams teilte mit, Lewandowski sei absolut unschuldig, werde entsprechend plädieren und freue sich auf den Tag vor Gericht. Er sei zuversichtlich, freigesprochen zu werden.

Trump befürwortete Gewalt gegen Protestierer

Dem Trump-Team kommt diese Anklage und die damit verbundene Öffentlichkeit nicht gelegen. Gewalttätige Übergriffe bei Wahlkampfveranstaltungen des republikanischen Bewerbers sind ein viel diskutiertes Thema. Trump selbst hat sich über Gewalt etwa gegen Protestierer wiederholt mindestens billigend geäußert.

Einfache Körperverletzung wird in Florida mit maximal einem Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe belegt. Die Lewandowski vorgeworfene Handlung, die das Video einer Überwachungskamera belegen soll, gilt als minderes Delikt oder Ordnungswidrigkeit. (dpa/rtr)