Zitate

Mit diesen Zitaten bleibt Guido Westerwelle in Erinnerung

Guido Westerwelle ist gestorben. Einige Aussprüche und Bonmots des leidenschaftlichen Politikers werden lange in Erinnerung bleiben.

Guido Westerwelle spricht während einer Pressekonferenz.

Guido Westerwelle spricht während einer Pressekonferenz.

Foto: THOMAS PETER / REUTERS

Berlin.  Guido Westerwelle war ein streitbarer Mensch, der vor klaren Worten nicht zurückschreckte. Im Laufe seiner langen Karriere als Politiker der FDP hielt er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg – und leistete sich auch den einen oder anderen Fauxpas. Hier zehn seiner besonders prägnanten Aussprüche:

„Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt – und das bin ich.“

Am 4. Mai 2001 beim FDP-Parteitag.

„Die FDP ist keine Partei nur für Austern-Schlürfer und Champagner-Trinker, sondern eine Partei, die sich an das ganze Volk wendet.“

Am 16. Mai 2003 beim FDP-Parteitag.

„Das ist ja keine Generalprobe, sondern das ist mein Leben.“

Am 25. Juli 2004 als Bekenntnis zur Homosexualität.

„Die Annäherungsversuche der SPD erinnern allmählich an Stalking – und das ist verboten in Deutschland.“

Am 19. September 2005 über eine mögliche Koalition zwischen SPD, Grünen und der FPD.

„Die Umweltpolitik ist vor fast 40 Jahren vom FDP-Innenminister Hans-Dietrich Genscher erfunden worden.“

Am 12. Juni 2007 im Interview mit der taz.

„Demokratischer Sozialismus, das ist so eine Art vegetarischer Schlachthof.“

Am 16. Juni 2007 auf dem FDP-Parteitag.

„Mindestlohn ist DDR pur ohne Mauer.“

Am 11. Dezember 2007 appelliert Westerwelle an die Unionsabgeordneten, Kanzlerin Merkel in der Frage des Mindestlohns die Gefolgschaft zu verweigern.

„Wir können uns gern mal zum Tee treffen und dann Englisch reden.“

Am 28. September 2009 bittet ein BBC-Journalist Westerwelle auf einer Pressekonferenz um eine Antwort auf Englisch.

„Ich bin hier nicht als Tourist in kurzen Hosen unterwegs, sondern als deutscher Außenminister. Das, was ich sage, zählt.“

Am 7. Januar 2010 während eines Türkei-Besuchs.

„Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.“

Am 11. Februar 2010 in einem Gastkommentar in der Welt.

„Ich kann Ihnen sagen, dass mir diese Entscheidung einerseits sehr schwer andererseits aber auch leicht fällt.“

Am 3. April 2011 verzichtet Westerwelle auf eine erneute Kandidatur als FDP-Vorsitzender.

„Meine Politik fördert die Fleißigen, schützt die Schwachen und bestraft die Faulen. Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit.“

Am 3. November 2011 im Interview mit dem Focus.

„It’s okay to marry gay.“

Am 10. Mai 2012 als Reaktion auf US-Präsident Barack Obama, der sich für die Homo-Ehe stark macht.

„Ich habe einen Plan: zu überleben. Und mir mein altes Leben Schritt für Schritt zurückzuholen.“

Am 8. November 2015 bei der Vorstellung seines Buches „Zwischen zwei Leben“.

(jan)