Panne

Behörden stellen in Freiburg Test-Wahlergebnisse online

Die Stadt Freiburg hat versehentlich fiktive Landtagswahlergebnisse veröffentlicht. Verschwörungstheoretiker waren sofort zur Stelle.

Mitarbeiter der Stadt Freiburg stellten die fiktiven Wahlergebnisse zweier Wahlkreise online.

Mitarbeiter der Stadt Freiburg stellten die fiktiven Wahlergebnisse zweier Wahlkreise online.

Foto: Martin Schutt / dpa

Berlin.  Der Stadt Freiburg ist ein peinlicher Fehler passiert: Bei der Vorbereitung auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg haben Mitarbeiter über das Statistikportal der Stadt die fiktiven Wahlergebnisse zweier Wahlkreise veröffentlicht. Eigentlich waren diese nur für interne technische Tests vorgesehen. Das berichtet die „Badische Zeitung“.

Von 187 Wahlbezirken waren am Freitag die Ergebnisse dokumentiert. Demnach lag Klaus Schüle von der CDU im Wahlkreis 46 (Freiburg Stadt) vorn, im Wahlkreis 47 (Freiburg II) die Grüne Edith Sitzmann mit 31,5 Prozent.

Zahlen sollten nur für interne Test genutzt werden

Die Zahlen seien für interne Techniktests vorgesehen gewesen, sagte Rathaus-Sprecher Walter Preker der Zeitung. Man habe sicherstellen wollen, dass am Wahltag alles reibungslos ablaufe und habe die Daten am Ende auch wieder gelöscht – nur eben nicht für die App-Variante des Statistik-Portals. „Ein blöder Fehler“, so Preker. Für die Testdaten wurden die Ergebnisse der Wahl von 2006 benutzt, teilweise aber anderen Parteien zugerechnet oder anders umgerechnet.

Am Samstagnachmittag bemerkte der Wahlamtsleiter den Fehler und löschte die Daten. Die Verantwortlichen versicherten, dass der Fall nichts mit Wahlbetrug oder einer Verschwörung zu tun habe.

Twitter-User vermuten Verschwörungstheorien

Screenshots der fiktiven Ergebnisse waren da aber schon in den sozialen Netzwerken unterwegs. Die NPD in dem Bundesland vermutete direkt Wahlbetrug und beförderte Verschwörungstheorien. Auf Facebook schrieb die rechtsextreme Partei: „Seht [sic] das Ergebnis der Landtagswahl in Freiburg etwa schon fest? Ein Schelm, der Böses dabei denkt!“

Auch auf Twitter witterten einige Nutzer eine Verschwörung. Einige Nutzer machten sich aber auch über die Behörde und ihren Fehler lustig. (jha)