Landtagswahl

Sachsen-Anhalts Innenminister verwirrt mit Berufswunsch

Holger Stahlknecht wollte nach der anstehenden Landtagswahl als Sozius einer Anwaltskanzlei arbeiten. Nun verwirft er den Karriereweg.

Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt (CDU), wird wohl doch nicht Teilhaber einer Anwaltskanzlei.

Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt (CDU), wird wohl doch nicht Teilhaber einer Anwaltskanzlei.

Foto: Marijan Murat / dpa

Magdeburg.  Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) wollte kurz nach der Landtagswahl an diesem Sonntag als stiller Teilhaber in die Anwaltskanzlei von Landessportbund-Präsident Andreas Silbersack eintreten. Die Pläne seien auf Eis gelegt worden, um Irritationen zu vermeiden, sagten Stahlknecht und Silbersack am Dienstag und bestätigten damit Berichte der „Mitteldeutschen Zeitung“ und der „Magdeburger Volksstimme“.

Stahlknecht betonte, er wolle Minister bleiben, wenn die Wahl dies ermögliche und der Ministerpräsident ihm das Vertrauen ausspreche. Allerdings wolle er seine berufliche Unabhängigkeit wahren. Stahlknecht war vor seinem Ministeramt als Anwalt tätig. Aus einer Magdeburger Kanzlei war er als stiller Teilhaber ausgeschieden. Silbersack sagte, der Eintritt in seine Kanzlei in Halle wäre nicht mit einer Gewinnbeteiligung verbunden gewesen.

Von der Opposition gab es Kritik – auch, weil Stahlknecht derzeit auch Sportminister ist und beruflich mit dem Landessportbund zu tun hat. „Das ist eine völlig indiskutable Verknüpfung wirtschaftlicher und politischer Interessen“, sagte Linken-Fraktionschef Wulf Gallert der „Volksstimme“. (dpa)