Grenzschutz

Mindestens 18 Tote bei Kämpfen an tunesisch-libyscher Grenze

Bei einem Gefecht haben tunesische Soldaten muslimische Extremisten getötet. Dabei sind auch mindestens vier Zivilisten gestorben.

In der Nähe der Stadt Ben Guerdane sichern Soldaten der tunesischen Armee die Grenze zu Libyen.

In der Nähe der Stadt Ben Guerdane sichern Soldaten der tunesischen Armee die Grenze zu Libyen.

Foto: Mohamed Messara / dpa

Tunis.  Bei Kämpfen nahe der libyschen Grenze sind in Tunesien mindestens 18 Menschen getötet worden. Nach Angaben des tunesischen Verteidigungsministeriums versuchten Bewaffnete am Montagmorgen, einen Militärstützpunkt nahe der Grenzstadt Ben Guerdane zu erstürmen. Dabei kamen auch vier Zivilisten und ein Soldat ums Leben, wie Sicherheitskräfte mitteilten.

Zwei Verdächtige seien festgenommen worden. Man habe alle Straßen zur Stadt abgeriegelt und verfolge die entkommenen Kämpfer. In der vergangenen Woche hatten tunesische Sicherheitskräfte fünf Dschihadisten getötet, die aus Libyen in das Land gekommen waren.

Die Bewohner der Stadt wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. In dem nordafrikanische Land hatte es vergangenes Jahr wiederholt Anschläge gegeben. Die Regierung in Tunis hatte daraufhin die Maßnahmen zum Grenzschutz verschärft. Die Terrormiliz Islamischer Staat, die in Libyen aktiv ist, bekannte sich zu einigen Attentaten. Dazu gehörte unter anderem der Überfall auf das Bardo-Museum in der Hauptstadt Tunis, bei dem mehr als 20 Touristen getötet . (dpa/rtr)