Politik

„Jedes Kind sollte sich benehmen können“

Zum Artikel: „Die Mozart-Schule ist kein Einzelfall“ vom 5. März

Immer wieder ärgert es mich als Lehrerin, wenn die Gründe für Gewalt an Schulen an angeblich schlecht ausgebildeten Lehrern liegen sollen. Jedes Kind sollte sich benehmen können. Wiederum wird in keiner Weise erwähnt, dass sehr viele Kinder unerzogen, ja sozial verwahrlost sind, und die Eltern ihren Kindern keine Grenzen setzen können oder wollen. Das Einhalten von Regeln ist den Kindern fremd. Solange erzieherische Maßnahmen der Lehrer von Eltern angezweifelt statt unterstützt werden, wird die Spirale der Gewalt weiter steigen. Viele Kinder sind sich selbst überlassen, chatten unkontrolliert im Internet, treiben sich bis spät abends auf der Straße herum, sehen bis in die Nacht fern und die Eltern zeigen sich hilflos. Die meisten Konflikte in der Schule haben ihre Wurzeln im privaten Umfeld der Schüler, oft hervorgerufen durch Cybermobbing. Die Kinder sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, in der es immer öfter „normal“ ist, Konflikte mit dem Messer auszutragen. Der Respekt vor dem Staat und dessen ausübenden Organen ist völlig verloren gegangen.

Sabine Schwarz, per Mail

Am Ende sind es immer die Lehrer, die das ausbaden sollen, was die Gesellschaft zu verantworten hat. Gewaltbereite Grundschüler werden ja nicht geboren. Zumeist beginnt eine solche Entwicklung im Elternhaus. Aber welcher Lehrer kann heute noch den erzieherischen Hebel bei Vätern und Müttern ansetzen. Das ist nahezu unmöglich. Bleiben nur noch strenge Regeln an den Schulen, mehr Autorität und soziale Kompetenz. Ob das mit Sozialarbeitern zu bewerkstelligen ist, glaube ich nicht. Eher steht doch die Frage, ob es gelingt die alltäglichen Erlebnisse der Schüler zu kanalisieren. Und zwar schon außerhalb der Schule.

Jan Wischnewsky, Tegel

Ein falsches Signal an jungeund motivierte Athleten

Zum Artikel: „In Turnhallen sind viel Plätze frei“ vom 4. März

In dieser Stadt gibt es mehrere hundert „einfache“ Sporthallen, aber nur ganze zwei spezielle Hallen für die

Top-Leichtathleten. Eine dieser Hallen, die Rudolf-Harbig-Halle an der Glockenturmstraße, konnte seit September letzten Jahres aufgrund der Belegung mit Flüchtlingen nicht von den Sportlern genutzt werden. Trotz der stark rückläufigen Flüchtlingszahlen wird diese für den Berliner Leistungssport so wichtige Trainingsstätte vom Senat nicht freigezogen. Was ist das für ein falsches Signal, gerade an die jungen und motivierten Athleten, denen man buchstäblich den (Hallen-) Boden unter den Füßen weggezogen hat ?

Nina Kluge, Spandau

Ein Tropfen auf den heißen Stein mit Blick auf die Wahlen

Zum Artikel: „27 Millionen Euro für Problemviertel“ vom 6. März

Alles nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Jahrelang wurde nicht investiert und mit dem „bisschen Geld“ was nun fließen soll, ist das nicht wett zu machen. Soll wohl ein wenig eine Beruhigungspille sein hinsichtlich der nächsten Landtagswahlen.

Gila Thomas, via facebook

Kein Euro für Charlottenburg-Wilmersdorf. Ich lache mich krank. Was ist mit Charlottenburg-Nord?

Lucky Bär, via facebook

Eine Masche, die nur kurzzeitig zum Erfolg führen kann

Zum Artikel: „Erst einmal Nein sagen. Der Erfolg egomanischer Querleger“ vom 6. März

Leider haben solche Unsympathen mit dieser Masche auch noch so großen Erfolg. Vorerst. Langfristig leidet die Bevölkerung und das Land entwickelt sich antidemokratisch. Ich verstehe diese Lemminge auch nicht, die da hinterherlaufen.

Arnd von Treskow, via Facebook