US-Wahlkampf

Thema Folter und Terror – Jetzt rudert Donald Trump zurück

Foltern fand Donald Trump bislang nicht so schlimm. Doch nach heftiger Kritik revidierte der US-Präsidentschaftsanwärter seine Meinung.

Donald Trump hat beim Thema, wie mit Terrorverdächtigen umzugehen ist, am Freitag offenbar eine Kehrtwende hingelegt.

Donald Trump hat beim Thema, wie mit Terrorverdächtigen umzugehen ist, am Freitag offenbar eine Kehrtwende hingelegt.

Foto: JIM YOUNG / REUTERS

Washington.  Der umstrittene republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump korrigiert seine Positionen zu Folter und Anti-Terrormaßnahmen in zentralen Punkten um 180 Grad. Er verstehe, dass die USA an Recht und Verträge gebunden seien, zitierte das „Wall Street Journal“ am Freitag aus einem Statement Trumps. Er werde das Militär oder andere Offizielle nicht anweisen, dieses Recht zu brechen. Er werde in diesen Fragen ihren Rat suchen.

Noch am Vorabend hatte Trump in der TV-Debatte der Republikaner in Detroit gesagt, er halte an seiner Unterstützung von Waterboarding (bei dieser geächteten Befragungsmethode wird Ertrinken simuliert) und noch härterer Foltertechniken fest. Auch wiederholte er seine Bereitschaft, Familienangehörige von Terroristen zu verfolgen.

Kritik von Militärs und Geheimdienstlern

Hochrangige Militärs und Geheimdienstler hatten in den vergangenen Tagen öffentlich scharfe Kritik an Trump geäußert. Sie machten deutlich, dass es sich bei den von ihm propagierten Maßnahmen um Kriegsverbrechen handele, die internationales Recht brächen und sich gegen alles wendeten, wofür die USA in der Welt einstünden.

Trump erklärte am Freitag: „Ich werde niemanden aus dem Militär bitten, das Recht zu missachten. Es ist klar, dass ich als Präsident wie alle Amerikaner an diese Gesetze gebunden bin, und ich werde diese Verantwortung wahrnehmen.“ (dpa)