„Super Tuesday“

Wegen Trump-Sieg: Amerikaner googeln „Ausreise nach Kanada“

Donald Trump ist in den USA weiter auf dem Vormarsch. Einige Amerikaner sind wenig angetan und liebäugeln mit einer Flucht nach Kanada.

Foto: Screenshot / Google

Berlin.  Der „Super Tuesday“ stand ganz im Zeichen von Donald Trump. Der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner konnte in sieben Bundesstaaten die Vorwahlen für sich entscheiden. Vielen Amerikanern scheint die Aussicht auf Trump als Nachfolger von Barack Obama aber gar nicht zu gefallen. Einige planen wohl schon ihre Auswanderung. Pünktlich zu den Wahlergebnissen vom „Super Tuesday“ informierten sich zahlreiche Menschen im Internet über einen Umzug ins benachbarte Kanada.

Der Suchbegriff „how to move to canada“, also „wie sie nach Kanada ziehen können“, stieg pünktlich zu den Wahlen am Dienstag drastisch an.

Meiste Suchanfragen aus Massachusetts

Google Datenjournalist Simon Rogers hat den Trend als erster erkannt und auf Twitter vermeldet. „How can I move to Canada“ soll demnach auf Google im Vergleich zu den vergangenen Tagen innerhalb von nur vier Stunden um 350 Prozent angestiegen sein. Zu einem späteren Zeitpunkt war sogar ein Anstieg von 1150 Prozent zu verzeichnen.

Besonders interessant: Vor allem im Bundesstaat Massachusetts, in dem Trump mit 49 Prozent der Stimmen als Sieger hervorging, suchten die Menschen vermehrt nach einer Möglichkeit ihrem eigenen Land den Rücken zu kehren.

Website der kanadischen Regierung macht Probleme

Laut „Mashable.com“ hatte außerdem die Internetseite der kanadischen Regierung mit Problemen zu kämpfen. Der Inhalt wurde nicht komplett oder nur sehr langsam geladen. Möglicher Grund könnte eine Überlastung durch zu hohe Aufrufzahlen gewesen sein.

Während sich zahlreiche US-Amerikaner schon während der Vorwahlen mit einem Abschied von der Heimat befassen, bereitet sich Kanada bereits auf den Ernstfall vor – zumindest mit einem Augenzwinkern. Auf der kanadischen Insel Cape Breton seien all diejenigen willkommen, die im Falle eines Trump-Sieges einen „neuen Platz zum Leben“ suchten. So versprach es zumindest die Website „Cape Breton If Trump Wins“ , die mit dem Fremdenverkehrsamt der Insel verbunden ist. Wie der Name bereits sagt, soll vor allem Trump-Gegnern Zuflucht gewährt werden. Mittlerweile sind die Betreiber der Seite jedoch ein wenig zurückgerudert. Nun heißt es, jeder sei willkommen „egal, wen du unterstützt – ob Demokraten, Republikaner oder Donald Trump“.