Frankfurt.

Steinbach sorgt mit Twitter-Foto für Empörung

Frankfurt. Mit einem Foto-Kommentar zum Thema Flüchtlinge hat die Frankfurter CDU-Abgeordnete Erika Steinbach empörte Reaktionen hervorgerufen – im Internet und in der eigenen Partei. Das über Twitter verbreitete und mit „Deutschland 2030“ überschriebene Bild zeigt ein weißes Kind, das von einer Gruppe dunkelhäutiger Menschen neugierig betrachtet wird. Im Untertitel steht: „Woher kommst Du denn?“

CDU-Generalsekretär Peter Tauber kritisierte die Kollegin, 72, mit den Worten: „Liebe @SteinbachErika, da ich nicht schon wieder Schimpfworte benutzen will, sage ich zu Deinem letzten Tweet jetzt nichts.“ SPD-Vize Ralf Stegner twitterte: „Frau Steinbach ist nicht mehr bei Trost – zusammen mit Seehofer, Wolf, Klöckner&Co braucht Angela Merkel eigentlich keine Gegner mehr.“ SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Christine Lambrecht spricht von einer weiteren Entgleisung: „Mit derlei propagandistischen Witzen auf Kosten derjenigen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, diskreditiert sich Frau Steinbach auf ganzer Linie.“

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter bezeichnete den Beitrag als „widerlich, rassistisch, hetzerisch“. Ihr Parteikollege Volker Beck forderte die CDU auf, ein Parteiordnungsverfahren gegen Steinbach einzuleiten. Steinbach werfe die Frage auf, „wie viel rassistische Hetze“ in der CDU erlaubt sei.

( dpa )

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