US-Wahlkampf

Donald Trump ist auch bei Vorwahl in Nevada nicht zu stoppen

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Donald Trump genoss seinen Sieg in Nevada, wo er bei den Vorwahlen erneut deutlich gewann.

Donald Trump genoss seinen Sieg in Nevada, wo er bei den Vorwahlen erneut deutlich gewann.

Foto: JIM YOUNG / REUTERS

Donald Trump holt den Sieg bei den Vorwahlen der Republikaner in Nevada. Es ist der dritte Sieg in vier Staaten bei den Vorwahlen.

Las Vegas.  Der Milliardär Donald Trump kommt der US-Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner einen Schritt näher. Nach Parteiangaben gewann er die Urwahl seiner Partei im Bundesstaat Nevada deutlich gegen seine stärksten Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz. Trump feierte sich bereits als Sieger. „Vor ein paar Monaten hat niemand erwartet, dass ich hier gewinnen werde“, sagte der 69-Jährige am Dienstagabend in Las Vegas.

Nachdem knapp 25 Prozent der Stimmen ausgezählt waren, lag Trump mit deutlichem Vorsprung vor seinen Konkurrenten Marco Rubio und Ted Cruz, die sich ein knappes Rennen um Platz zwei lieferten. Demnach kommt Trump auf rund 42 Prozent der Stimmen, Cruz und Rubio auf jeweils etwa 25 Prozent. Trump geht nun mit kräftigem Rückenwind in den „Super Tuesday“ am kommenden Dienstag. Dann stehen bei den Republikanern Wahlen in zwölf Staaten an.

„Ich liebe die schlecht Gebildeten“

Trump sagte vor seinen begeisterten Anhängern: „Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten.“

Für den rechtspopulistischen Geschäftsmann Trump ist es bereits der dritte Sieg in Folge, nachdem er zuvor die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina für sich entschieden hatte. „Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen“, sagte Trump. Er zeigte sich zuversichtlich, dass er die Nominierung bei den Republikanern holen wird. „Vielleicht wird es dafür nicht einmal mehr zwei Monate brauchen.“

Das republikanische Feld konzentriert sich damit immer mehr auf die drei Bewerber Trump, Cruz und Rubio. Die beiden anderen – Ohios Gouverneur John Kasich und Ex-Neurochirurg Ben Carson – lagen in Nevada im einstelligen Bereich.

Ted Cruz gratuliert Trump zum Sieg

Cruz, ein Vertreter der konservativen Teaparty.Bewegung, gratulierte Trump noch am Abend zum Sieg. Er war zugleich aber bemüht, seine eigenen Chancen auf die Nominierung nicht zu untergraben. „Die Geschichte lehrt uns, dass niemand jemals die Nominierung gewonnen hat, ohne eine der ersten drei Vorwahlen gewonnen zu haben“, sagte der Senator von Texas vor Anhängern in Las Vegas. Cruz hatte in Iowa die Vorwahl gewonnen.

Trump konnte in Nevada bei so ziemlich allen Wählergruppen Stimmen holen, wie der Sender CNN berichtete. Auch bei den Wählern mit hispanischem Hintergrund kam er laut CNN auf einen hohen Anteil. Trump hetzte im Wahlkampf immer wieder gegen Einwanderer. Er will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, um Menschen von der illegalen Einreise abzuhalten.

1237 Delegiertenstimmen sind nötig

Nevada war die erste Vorwahl im Westen der USA. Was die Zahl der zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli angeht, spielt der Staat eine untergeordnete Rolle. Für den Gesamtsieg braucht ein Bewerber bei den Republikanern 1237 Delegierte. In Nevada ging es um 30.

Die nächste Vorwahl Bei den Demokraten steht am Samstag in South Carolina an. In dem Südstaat führt Hillary Clinton vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders in den Umfragen. (dpa/rtr)

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