München –

400.000 Syrer warten auf humanitäre Hilfe

München.  Die Vereinten Nationen warten noch immer auf Sicherheitsgarantien für Hilfslieferungen in belagerte Bürgerkriegsgebiete in Syrien. „Es ist komplizierter als erwartet“, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson. Neben der Zusicherung eines sicheren Zugangs durch die relevanten Konfliktparteien fehlten auch noch Papiere, für die das Regime von Machthaber Baschar al-Assad zuständig sei.

UN-Schätzungen zufolge sind in 50 belagerten Orten in Syrien etwa 400.000 Menschen eingeschlossen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bezeichnete das Aushungern von Menschen als Kriegsverbrechen. UN-Vize Eliasson äußerte die Hoffnung, dass in dieser Woche zumindest ein oder zwei Belagerungen aufgehoben werden können.

Im Ringen um eine Waffenruhe in Syrien vereinbarten US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin nach russischen Angaben eine verstärkte Zusammenarbeit. Obama und Putin hätten sich in einem Telefonat auf eine Intensivierung der diplomatischen Zusammenarbeit und der Kooperation in anderen Bereichen verständigt. Beide Staatschefs hätten die Syrien-Abmachung von München positiv bewertet, vor allem die Bemühungen um eine Feuerpause und humanitäre Hilfen.