Brüssel –

Nato verstärkt ihre Truppen in Osteuropa

Brüssel.  Die Nato will ihre Präsenz in Osteuropa ausbauen – so stark wie nie seit Ende des Kalten Krieges. Ziel sei es, Russland von einem Angriff auf die östlichen Bündnispartner abzuschrecken.

Die Verteidigungsminister der Allianz fällten bei einem Treffen am Mittwoch in Brüssel die Grundsatzentscheidung, durch Übungen und vorübergehende Stationierungen mehr Truppen als bisher in Osteuropa vorzuhalten. Für den Fall eines russischen Angriffs soll außerdem mehr Militärmaterial in die Region verlagert werden. Eine permanente Stationierung von Kampftruppen im Osten, wie sie Polen fordert, soll es dagegen nicht geben.

Die Militärplaner sollten nun die Details etwa zur Anzahl der Truppen und ihrer Zusammensetzung klären, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die abschließende Entscheidung werde beim Nato-Gipfel im Juli in Warschau fallen. Mit ihrer Vereinbarung vom Mittwoch geht die Allianz über die Beschlüsse ihres Gipfels in Wales 2014 hinaus. Damals entschieden die Staats- und Regierungschefs des Bündnisses unter anderem, acht kleine Hauptquartiere mit je etwa 50 Soldaten in den osteuropäischen Staaten einzurichten.