Paris –

Frankreich steht vor einem Umbau der Regierung

Paris.  Außenminister Laurent Fabius verlässt die französische Regierung. Der 69-Jährige wechselt von seinem Regierungsposten in den Verfassungsrat des Landes. Präsident François Hollande kündigte am Mittwoch in Paris an, Fabius zum Präsidenten des obersten Entscheidungsgremiums für Verfassungsfragen ernennen zu wollen. Die neunjährige Amtszeit von Jean-Louis Debré als Präsident des Verfassungsrates, läuft in diesem Jahr aus.

Fabius ist seit der Präsidentschaftswahl 2012 Außenminister und gilt als einer der erfahrensten Politiker im Kabinett. Der Sozialist war unter Präsident François Mitterrand von 1984 bis 1986 Regierungschef und amtierte von 2000 bis 2002 als Finanz- und Wirtschaftsminister. Zuletzt wurde ihm seine Arbeit als Präsident der UN-Klimakonferenz in Paris als Erfolg angerechnet, bei der sich erstmals fast alle Staaten der Welt auf Klimaschutz verpflichteten.

Offen bleibt zunächst, ob Hollande diesen Wechsel zum Anlass für eine größere Umbildung seines Kabinetts nimmt. Nach Spekulationen französischer Medien könnte die bisherige Umweltministerin Ségolène Royal neue Außenministerin werden.

Ein Auftritt in Deutschland steht Fabius als Außenminister noch bevor. Gemeinsam mit UN-Klimachefin Christiana Figueres erhält er am Sonnabend den Ewald-von-Kleist-Preis der Münchner Sicherheitskonferenz.