Bootsunglück

Mehr als 30 Flüchtlinge in der türkischen Ägäis ertrunken

Bei zwei Bootsunglücken sind nach Medienberichten mindestens 33 Flüchtlinge gestorben. Das Ziel der Boote war eine griechische Insel.

Trotz schlechten Wetters wagen Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt aus der Türkei nach Griechenland.

Trotz schlechten Wetters wagen Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt aus der Türkei nach Griechenland.

Foto: YANNIS BEHRAKIS / REUTERS

Istanbul.  Bei dem Untergang von zwei Flüchtlingsbooten sind in der türkischen Ägäis mindestens 33 Menschen ertrunken. Vier Menschen seien gerettet worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur DHA am Montag. Ein Boot sei von der Küste des westtürkischen Bezirks Edremit aus gestartet, das zweite weiter südlich vom Bezirk Dikili bei Izmir. Ziel sei die nur wenige Kilometer entfernt liegende griechischen Insel Lesbos gewesen. Zur Nationalität der Flüchtlinge machte DHA keine Angaben.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen Flüchtlinge alleine aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Viele Migranten wagen trotz schlechter Wetterbedingungen die gefährliche Überfahrt nach Griechenland. So hatte die griechische Küstenwache erst am Wochenende bei stürmischen Wetter 573 Menschen aus den Fluten der Ägäis gerettet.

Merkel zu Besuch in der Türkei

In Piräus auf dem griechischen Festland kamen am Montag 530 Menschen an, die sich zunächst aus der Türkei kommend auf die griechischen Inseln geflüchtet hatten. Von dort aus wollen sie mehrheitlich weiter nach Mitteleuropa.

Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich am Montag mit der türkischen Führung, um über die Flüchtlingskrise zu sprechen. Die Türkei hatte der EU Ende vergangenen Jahres zugesagt, die Grenzen besser zu schützen. Im Gegenzug hat die EU der Türkei mindestens drei Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge versprochen. (dpa)

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