Athen –

Fast 70.000 kamen seit Januar nach Griechenland

Athen. Trotz aller Appelle an die Türkei zur besseren Grenzsicherung schwillt der Flüchtlingszustrom nach Griechenland an. Mehr als 68.000 Menschen setzten seit Jahresbeginn von der türkischen Ägäisküste zu den griechischen Inseln über, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Sonntag mit. Allein in den ersten sechs Februartagen kamen 7521 Migranten nach Griechenland, im ganzen Februar 2015 waren es 2873. Mindestens 366 Menschen überlebten die Überfahrt nicht.

Am griechisch-mazedonischen Eisenbahngrenzübergang bei Idomeni-Gevgelija harrten am Wochenende bei eisigen Temperaturen nach Schätzungen der Polizei bis zu 7000 Flüchtlinge aus. Der Stau entstehe, weil die Menschen nur in kleineren Gruppen nach Mazedonien gelassen würden. Dutzende Busse mit weiteren Migranten waren nach griechischen Medienberichten unterwegs von Piräus nach Idomeni. Im bulgarischen Grenzgebiet zur Türkei erfroren ein Mädchen und eine Frau bei Kälte und Schnee. Die beiden seien mit einer Gruppe aus 19 Menschen illegal aus der Türkei nach Bulgarien gelangt, berichtete der Grenzschutz in Sofia. Schleuser hätten die Migranten im verschneiten Grenzgebiet sitzen lassen.

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