Teheran –

Irans Präsident für Gleichstellung von Mann und Frau

Teheran.  Der iranische Präsident Hassan Rohani hat mehr Gleichberechtigung für Frauen in der Islamischen Republik gefordert. „Wie soll man im Land von Entwicklung und Fortschritt reden, dabei aber den fünfzigprozentigen Anteil der Frauen in der Bevölkerung ignorieren“, sagte er bei einer Frauenkonferenz am Sonntag in Teheran. Besonders in der politischen Szene hätten die Frauen nicht den Status, den sie verdient hätten. „Daran müssen wir noch arbeiten“, sagte der Kleriker.

Auch die Klischees von Frauen in der islamischen Welt sollten ausgeräumt werden. „Auf welcher (islamischen) Basis wird überhaupt behauptet, dass Frauen zu Hause bleiben und nur Männer arbeiten sollten?“, sagte Rohani. Genauso wie Frauen sollten auch die Männer für die Erziehung der Kinder verantwortlich sein, und genauso wie Männer sollten auch Frauen arbeiten können. In seiner politischen Karriere habe er nie einen Unterschied zwischen Frauen und Männern gesehen. „Wir vertreten zwar keine feministischen Ansichten, aber auch keine aus der Steinzeit“, sagte der Präsident. Im Iran haben Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männer. Obwohl in den vergangenen Jahren einige Reformen durchgesetzt wurden, werden Frauen weiterhin oft diskriminiert.

Unterdessen dürfen Hunderte Kandidaten aus Rohanis Lager der Reformer nun doch an der Parlamentswahl am 26. Februar teilnehmen. Sie waren vom Wächterrat zunächst abgelehnt worden. Rohani hatte das erzkonservative Kontrollgremium daraufhin ermahnt, einige Entscheidungen zu revidieren. Die Bürger dürften nicht den Eindruck bekommen, dass der Wahlausgang im Voraus organisiert sei.

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