Syrien-Konflikt

Dutzende Tote bei Bombenanschlag nahe Damaskus

Nahe der syrischen Stadt Damaskus (Archivbild) kam es zu einem Anschlag.

Nahe der syrischen Stadt Damaskus (Archivbild) kam es zu einem Anschlag.

Foto: BASSAM KHABIEH / REUTERS

Nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus kam es zu einem schweren Anschlag. Über 50 Menschen wurden dabei ersten Angaben zufolge getötet.

Damaskus.  Bei einem Doppelanschlag im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus sind viele Menschen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Sonntag von mindestens 58 Toten. Demnach explodierte zunächst eine Autobombe an einem Kontrollpunkt im vor allem von Schiiten bewohnten Stadtbezirk Sajeda Sainab an der Außengrenze von Damaskus. In der sich danach ansammelnden Menschenmenge habe sich anschließend ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

In einer zunächst nicht verifizierbaren Botschaft im Internet bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat. Darin wurden weitere Anschläge gegen Schiiten angekündigt. Auch für ähnliche Attentate in der Vergangenheit hatte der IS die Verantwortung übernommen.

Viele Zivilisten unter den Opfern

Den Menschenrechtlern zufolge seien unter den Opfern 25 Kämpfer einer regimetreuen Miliz sowie Zivilisten. Dutzende weitere Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden. Das staatliche Fernsehen berichtete von mindestens 45 Todesopfern.

In dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien starben in den vergangenen fünf Jahren UN-Angaben zufolge mehr als 250.000 Menschen. Bei den in diesen Tagen in Genf stattfindenden Friedensverhandlungen für das Bürgerkriegsland soll die Basis für eine Beruhigung des Konflikts geschaffen werden. (dpa)

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