Genf –

Syrien-Gespräche sollen am Freitag beginnen

Genf.  Die Syrien-Friedensgespräche sollen möglichst an diesem Freitag in Genf beginnen. Das gab der UN-Sondervermittler für Syrien, Staffan de Mistura, am Montag bekannt. Er werde an diesem Dienstag die Einladungen zur Teilnahme an Gesprächen verschicken und hoffe, dass alle Eingeladenen bis zum 29.1. nach Genf kommen können, sagte der 69 Jahre alte Diplomat. Ursprünglich hätten die Verhandlungen schon am Montag in Genf beginnen sollen.

Die Gespräche zwischen Vertretern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und Oppositionsgruppen seien zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten angelegt, sagte de Mistura. Dabei gelte es zunächst, erhebliche politische Schwierigkeiten und Risiken auszuräumen. Er machte keine konkreten Angaben, welche Oppositionsgruppen nach Genf eingeladen werden sollen.

Grundlage der Gespräche ist ein Friedensplan, der im Dezember nach monatelangen Verhandlungen vom UN-Sicherheitsrat mit einer einstimmig angenommenen Resolution gebilligt worden war. Danach soll in Syrien eine Übergangsregierung gebildet werden. Erst danach soll über das Schicksal Assads entschieden werden. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 sind mehr als 250.000 Menschen umgekommen. 4,6 Millionen Syrer sind geflohen, weitere 6,6 Millionen Menschen im Land selbst vertrieben. 13,5 Millionen Syrer brauchen humanitäre Hilfe.