Politik

„Der Vergleich der Nettolöhne hinkt gewaltig“

| Lesedauer: 3 Minuten
Katrin Lange

Zum Artikel: „Gewerkschaft ruft am Dienstag zu Lehrerstreiks auf“ vom
25. Januar

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin wünscht sich eine Angleichung der Gehälter für Beamte und Angestellte in der Schule. Sie sagt nicht, dass die Gehälter der Angestellten im Bruttobereich schon lange sehr hoch sind; die höchsten im Bundesgebiet. Der Vergleich der Nettolöhne hinkt dagegen gewaltig, denn schon eine unterschiedliche Krankenkasse kann bei sonst gleichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Nettolöhne produzieren. Die Beamtengehälter in Berlin sind die niedrigsten im Bundesgebiet, ob die GEW das will? Nein sie will alles, Streikrecht und unbegrenzte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Tarifverhandlungen und Pensionsansprüche, denn um die Höhe des Gehaltes kann es ihr nicht gehen. Gemeinsam mit der SPD hat die GEW immer für den Angestellten als Lehrer gekämpft. Dass das auch Konsequenzen hat, die nicht ins Konzept passen, muss die GEW ertragen und endlich akzeptieren, dass Tarifverhandlungen nur bundesweit und von der Dachgewerkschaft Verdi zu führen sind.

Marion Kittelmann, per E-Mail

Der Streik, den die GEW für den 26. Januar plant, erscheint mehr als fragwürdig. Die jungen Lehrer, die in den vergangenen 15 Jahren ihr Studium begonnen haben, konnten sich über die Arbeitsbedingungen genau informieren. Die Lehrer, die in Berlin eine Stelle angetreten haben, wussten, worauf sie sich eingelassen haben. Warum beklagen sie sich heute? Es steht jedem frei, sich in einem Bundesland zu bewerben, das seine Pädagogen verbeamtet. Ältere Lehrer haben unter anderen Bedingungen ihren Beruf gewählt. Nach 1972 hatten die Politiker die Arbeitsbedingungen der Lehrer verbessert. Bessere Aufstiegsmöglichkeiten wurden geschaffen. Die Arbeitszeit wurde etwas verringert. Seit 1994 wurden diese Verbesserungen von den Politikern nach und nach wieder eingesammelt. Auch die Berliner Lehrer, die Beamte sind, mussten Verschlechterungen ihrer Bezahlung hinnehmen. Ein Streik schadet in erster Linie den Schülern, aber auch den Eltern. Eine Verbesserung der Situation wird es nur dann geben, wenn der Mangel an Lehrern noch größer wird.

Dr. Joachim Walther, per E-Mail

Hawaii ist ein Traumreiseziel mit wunderschönen Landschaften

Zum Artikel: „Hawaii – Endstation
Sehnsucht“ vom 25. Januar

Vielen Dank für diesen mit Begeisterung geschriebenen Artikel. Wäre Hawaii nicht schon längst unser Traumreiseziel, würde es jetzt dazu werden. Sicher, der Flug ist mit 30 Stunden recht lang. Aber man wird mit wunderschönen Landschaften, sauberen Städten – Honolulu ist eine der am schönsten gelegenen und saubersten Städte, die wir je gesehen haben – und dem Aloha-Spirit belohnt. Unsere Lieblingsinsel ist Kaua’i, The Garden Island. Hier kann man den einzigen Canyon der Südsee, den Waimea Canyon, bestaunen. Auch die Napali Coast und der regenreichste Punkt der Welt, der Wai Ale Ale, sind atemberaubend.

Jana und Ralf Müller, per E-Mai

Überall wird damit begonnen, die Rettungsboote klarzumachen

Zum Artikel: „Die eiserne Lady“
vom 25. Januar

Auch diejenigen, die den von Angela Merkel eingeschlagenen Kurs in der Flüchtlingspolitik bislang bedingungslos unterstützten, scheinen langsam aber sicher das dem Untergang geweihte Schiff verlassen zu wollen. Innerhalb von Politik und Medien, selbst bei der SPD oder bei den bisher in der Flüchtlingsfrage mehrheitlich regierungsfreundlichen, überegionalen Leitmedien, wird damit begonnen die Rettungsboote klarzumachen, sich von Merkels Kurs abzusetzen. Die Bereitschaft mit ihr unterzugehen, wird sich wohl auch innerhalb der CDU in Grenzen halten.

Werner Arning, per E-Mail

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