Freiburg –

Zutrittsverbot für Asylbewerber in Freiburger Klubs

Disco-Besitzer: Migranten belästigen Frauen sexuell

Freiburg.  Nach einem Bericht über verschärfte Einlassregeln für Ausländer in Klubs und Discos in Freiburg will die Stadt prüfen, ob die Betreiber pauschal Menschen diskriminieren. „Man muss erst mal eruieren, ob es ein Zutrittsverbot gibt und wie das umgesetzt wird“, sagte Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) am Sonntag. „Es gilt das Diskriminierungsverbot. Man darf nicht eine Personengruppe pauschal ausschließen.“

Nach Recherchen der „Badischen Zeitung“ haben Ausländer in Freiburg derzeit Probleme, ungehindert Diskotheken und Klubs zu besuchen. Die Betreiber würden dies unter anderem mit sexuellen Belästigungen von Frauen, Diebstählen und Gewalt begründen, berichtete das Blatt. Von Kirchbach erklärte dazu: „Uns war das nicht als akutes Problem bekannt.“ Überwiegend verhielten sich die etwas mehr als 3000 in der Stadt untergebrachten Asylbewerber „ordentlich“ – „schwarze Schafe“ gebe es überall. Polizeisprecherin Laura Riske bestätigte dies, von sexuellen Übergriffen durch Ausländer in Klubs sei ihr nichts bekannt.

Nach Erkenntnis des Gaststättenverbands Dehoga haben Baden-Württembergs Gastronomen bisher nur selten Probleme mit Ausländern gehabt. Die der Organisation bekannten Fälle ließen sich an einer Hand abzählen, sagte Dehoga-Sprecher Daniel Ohl. „Es ist wirklich kein Massenphänomen.“ Natürlich werde nicht jede Verstimmung mit Gästen gleich dem Verband gemeldet. Gäbe es allerdings vielerorts Probleme, wüsste Ohl nach eigenen Worten davon.

Nach Recherchen der Zeitung wurden in einer Reihe von Freiburger Tanzlokalen zuletzt Frauen belästigt, es gab zudem eine versuchte Vergewaltigung. Mindestens ein halbes Dutzend Gastrobetriebe in der Stadt habe seine Einlasspolitik daraufhin geändert. Ein Klub habe beispielsweise eine Höchstgrenze für einzulassende Ausländer festgesetzt. Ein anderer mache es von der Veranstaltung abhängig, ob Migranten Zutritt haben. Für den Klub White Rabbit benötigt der Gast laut Zeitung eine spezielle Einlasskarte, die nur derjenige erhalte, der Gewalt, Sexismus und Diskriminierung ablehne.

White Rabbit schrieb der „Badischen Zeitung“ vor Veröffentlichung des Artikels in einer E-Mail: „Wir tolerieren weder Sexismus, Aggressivität oder gar Gewalt, noch ausgrenzendes Verhalten gegenüber Menschen wegen ihres Geschlechts, sexueller Zugehörigkeit, Herkunft, oder Religion. Wer sich damit nicht identifizieren kann, sollte keine Clubkarte beantragen.“