Flüchtlingskrise

Oberste Asylbehörde ordnet bezahlte Überstunden an

Um die vielen Asylanträge zu bewältigen, müssen Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge künftig Mehrarbeit leisten.

Bis zu 40 bezahlte Überstunden sollen die Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Zukunft pro Monat leisten, um die Fülle der Asylanträge zu bearbeiten.

Bis zu 40 bezahlte Überstunden sollen die Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Zukunft pro Monat leisten, um die Fülle der Asylanträge zu bearbeiten.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Nürnberg.  Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lässt seine Mitarbeiter künftig länger arbeiten, um der Fülle der Asylanträge Herr zu werden. „Die Referatsleiter können im Bedarfsfall die Mehrarbeit anordnen“, sagte ein Sprecher der Behörde am Samstag in Nürnberg und bestätigte damit Informationen des Bayerischen Rundfunks. Bis zu 40 Stunden pro Monat müssen die Mitarbeiter gegebenenfalls künftig mehr arbeiten – und dafür auch an Samstagen zur Arbeit kommen. Dafür erhalten sie keinen Freizeitausgleich, sondern eine finanzielle Vergütung.

„Ziel ist vor allem eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen“, hieß es zur Erläuterung. Die am Donnerstag bekanntgegebene Anordnung sei Teil einer Strukturreform, mit der der operative Asylbereich gestärkt werden soll. Dem BR zufolge werden dafür neue Abteilungen, Referate und Gruppen gebildet. Zudem sollen zahlreiche zusätzliche Führungspositionen geschaffen werden. Wann die neue Organisationsstruktur in Kraft tritt, ist laut BAMF noch offen. (dpa)