CSU-Chef

Seehofer erleidet Schwächeanfall – redet im Sitzen weiter

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat einen Schwächeanfall erlitten.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat einen Schwächeanfall erlitten.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Kurze Schrecksekunde in Wildbad Kreuth: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat am Dienstag einen Schwächeanfall erlitten.

Kreuth.  CSU-Chef Horst Seehofer hat am Dienstag während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Wildbad Kreuth kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitten.

Der 66-Jährige sei gestützt und zu seinem Platz geführt worden. Von dort aus redete der bayerische Ministerpräsident dann im Sitzen weiter, bestätigte Generalsekretär Andreas Scheuer am Dienstagnachmittag vor Journalisten und gab schließlich Entwarnung: „Ihm geht’s gut. Er ist absolut okay.“ Der Generalsekretär sprach von einer „kleinen Schrecksekunde“: Seehofer sei von einem Infekt am Wochenende etwas geschwächt und habe länger als geplant geredet. Von dem kurzen Schwächeanfall habe sich Seehofer aber sofort wieder erholt.

Fraktionssitzung mit Seehofer fortgesetzt

Nach dem Ende von Seehofers Rede hatten sich die Abgeordneten erhoben und dem Parteivorsitzenden im Stehen applaudiert. Die Fraktionssitzung wurde nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt – mit Seehofer. Ein eigens alarmierter Notarzt kam zunächst nicht zum Einsatz.

Die Nachricht über den Schwächeanfall machte zunächst auf Twitter die Runde. Seehofer sei durch eine Erkältung geschwächt, twitterte ein ZDF-Reporter, der vor Ort war.

Lebensgefährliche Herzerkrankung im Jahr 2002

Im vergangenen Sommer hatte Seehofer bei der Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen über gesundheitliche Probleme geklagt. Er verbrachte daraufhin eine Nacht zur Sicherheit in einem Krankenhaus. Den Staatsempfang in Bayreuth musste Seehofer deshalb absagen.

Im Jahr 2002 war Seehofer lebensgefährlich erkrankt: Wegen einer Herzmuskelentzündung musste er lange auf einer Intensivstation behandelt werden. Er fiel damals mehrere Monate aus. (dpa/rtr/jei)

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