Auslandseinsätze

Von der Leyen deutet Libyen-Einsatz der Bundeswehr an

Die Verteidigungsministerin warnt vor einer „Achse des Terrors“ in Afrika. Um das zu verhindern, könnten weitere Einsätze nötig sein.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) rechnet mit einem Bundeswehr-Einsatz in Libyen.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) rechnet mit einem Bundeswehr-Einsatz in Libyen.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Berlin.  Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) schließt einen Einsatz der Bundeswehr zur Stabilisierung Libyens nicht aus. „Deutschland wird sich nicht der Verantwortung entziehen können, dabei einen Beitrag zu leisten“, sagte von der Leyen der „Bild“-Zeitung. Das wichtigste sei jetzt, das von Islamisten bedrohte Land zu stabilisieren und dafür zu sorgen, dass Libyen eine funktionsfähige Regierung bekomme. Die werde dann schnell Hilfe benötigen, Recht und Ordnung durchzusetzen.

Es müsse zudem verhindert werden, dass der islamistische Terror im Norden Afrikas eine Achse bilden könne, sagte von der Leyen. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ suche in Libyen die Verbindung zur Islamisten-Organisation Boko Haram im zentralen Afrika. „Wenn das gelingt, dann entsteht eine Achse des Terrors, die weite Teile Afrikas destabilisieren kann. Die Folge wären neue Flüchtlingsströme.“ Das dürfe man nicht zulassen.

Forderung nach höherem Wehretat

Die Ministerin sprach sich außerdem für eine deutliche Aufstockung des Wehretats aus. „Die Bundeswehr ist in zahlreichen Einsätzen weltweit gefordert. Wenn wir all das von unserer Bundeswehr verlangen, müssen wir in Personal wie in moderne, sichere Ausrüstung investieren“, sagte von der Leyen. Das werde sie dem Bundesfinanzminister wohlbegründet darlegen. (dpa)