Silvester-Übergriffe

Nach Kommunikations-Debakel: Kölner Polizeisprecherin geht

Die Kölner Polizei steht seit den Übergriffen zu Silvester in der Kritik – auch wegen ihrer Kommunikation nach außen. Nun nimmt die Pressesprecherin ihren Hut.

Die Kölner Polizei steht seit den Übergriffen zu Silvester in der Kritik – auch wegen ihrer Kommunikation nach außen. Nun nimmt die Pressesprecherin ihren Hut.

Foto: Oliver Berg / dpa

Die Öffentlichkeitsarbeit der Kölner Polizei nach Silvester wurde heftig kritisiert. Jetzt quittiert die Polizeisprecherin ihren Job.

Köln.  Die Pressesprecherin der Kölner Polizei, Martina Kaiser, gibt ihr Amt auf. Die bisherige Leiterin der Pressestelle habe freiwillig um ihre „Umsetzung“ gebeten, bestätigte am Mittwoch die Kölner Polizeipressestelle. Angaben, ob die Abgabe des Amtes im Zusammenhang mit der Berichterstattung der Polizei nach den Übergriffen in der Silvesternacht steht, habe Kaiser nicht gemacht, hieß es.

Die Pressestelle der Kölner Polizei hatte am Neujahrstag noch von ausgelassenen und friedlichen Feiern in Köln berichtet. Vor dem Kölner Hauptbahnhof hatten aber nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen in der Silvesternacht mehrere Hundert meist alkoholisierte Männer Frauen drangsaliert, sexuell bedrängt und bestohlen.

Aus einer stark alkoholisierten Menge, die zeitweise auf um die 1000 Personen angewachsen war, waren auch Feuerwerkskörper und Signalmunition auf Unbeteiligte abgefeuert worden. Bereits in der vergangenen Woche war der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. (epd)

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