NSU-Prozess

Aussage von Beate Zschäpe im NSU-Prozess verschoben

Ihre schriftliche Aussage wurde für Dienstag erwartet, nun soll die Hauptangeklagte Beate Zschäpe erst in der kommenden Woche auf die Fragen des Gerichts antworten.

Ihre schriftliche Aussage wurde für Dienstag erwartet, nun soll die Hauptangeklagte Beate Zschäpe erst in der kommenden Woche auf die Fragen des Gerichts antworten.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Bevor Beate Zschäpe im NSU-Prozess aussagt, will das Gericht den Angeklagten Wohlleben anhören. Erst kommende Woche ist Zschäpe dran.

München.  Die Aussage der Hauptangeklagten Beate Zschäpe im NSU-Prozess ist überraschend verschoben worden. Eigentlich wurde erwartet, dass Zschäpe ihre Antworten auf die Fragen, die das Gericht im Dezember an sie gestellt hatte, an diesem 253. Verhandlungstag durch ihren Anwalt verlesen lässt. Nun werden die Antworten frühestens in der kommenden Woche vorgetragen.

Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl kündigte am Dienstag zudem an, den Prozess zunächst mit der Aussage des Angeklagten Ralf Wohlleben fortzusetzen. Der Mittwoch und Donnerstag böten dazu Gelegenheit.

Beate Zschäpe könnte kommenden Dienstag aussagen

Erst im Anschluss an dessen Befragung soll die Hauptangeklagte Beate Zschäpe Gelegenheit erhalten, auf die rund 60 Fragen des Gerichts zu antworten. Laut Götzl könnte das am Dienstag kommender Woche erfolgen.

Zschäpe hatte sich vorbehalten, ihre Antworten schriftlich zu geben. Um „Fehldeutungen“ zu vermeiden, betonte ihr Verteidiger Mathias Grasel. Die Fragen betreffen unter anderem das Zusammenleben mit den verstorbenen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, ihre Flucht im Januar 1998 aus Jena, die von Zschäpe gemietete Garage, in der damals auch Sprengstoff und Teile von Rohrbomben sichergestellt wurden, sowie den 4. November 2011, als Mundlos und Böhnhardt nach einem Raubüberfall auf die Sparkasse in Eisenach von der Polizei entdeckt wurden und sich erschossen haben sollen. (km)

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