Syrien-Konflikt

40.000 Hungernde in Madaja erhalten erste Hilfslieferung

Die syrische Stadt Madaja gilt als Symbol des andauernden Konfliktes in Syrien. In der belagerten Stadt hoffen nun Hunderttausende.

Am 18.10.2015 machte sich bereits ein Konvoi auf den Weg nach Madaja. Drei Monate später folgt nun eine weitere Hilfslieferung.

Am 18.10.2015 machte sich bereits ein Konvoi auf den Weg nach Madaja. Drei Monate später folgt nun eine weitere Hilfslieferung.

Foto: Pawel Krzysiek / dpa

Madaja.  Heute sind die ersten Fahrzeuge eines Hilfskonvois in der belagerten syrischen Stadt Madaja eingetroffen. Das Ausladen der Lebensmittel, der Wasservorräte und Medikamente werde die ganze Nacht dauern, teilte Rot-Kreuz-Sprecher Pawel Krzysiek am Montagabend in Damaskus mit.

Truppen des Machthabers Baschar al-Assad belagern die Stadt an der Grenze zum Libanon seit sechs Monaten; vor drei Monaten erreichten Helfer des Roten Kreuzes den Ort zum vorerst letzten Mal.

Konvoi kommt mit Verspätung an

Der Konvoi umfasst insgesamt 50 Fahrzeuge mit Hilfsgütern für 40.000 Menschen. Die Ankunft hatte sich verzögert, weil die Fahrer wegen der angespannten Sicherheitslage und zahlreicher Kontrollen nur schleppend vorangekommen waren.

Weitere Fahrzeuge mit Hilfsgütern trafen laut Rotem Kreuz in den ebenfalls belagerten Städten Fouaa und Kefraya ein. Den Angaben zufolge leben insgesamt rund 500.000 Männer, Frauen und Kinder in belagerten syrischen Orten.

Der Konflikt in Syrien brach 2011 aus. Mehr als 250.000 Menschen sind gestorben, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Für Ende Januar sind Gespräche zwischen Oppositionellen und dem Assad-Regime in Genf geplant. (rtr)

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