Bombenanschlag

Terroristen töten über 30 Menschen bei Anschlägen im Irak

Im Irak sind bei zwei Anschlägen zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Die Lage sei laut Berichten derweil unter Kontrolle.

Immer wieder ist es den vergangenen Monaten zu Terroranschlägen auf schiitische Einrichtungen und Viertel im Irak gekommen. So etwa Anfang Dezember auf diese Moschee.

Immer wieder ist es den vergangenen Monaten zu Terroranschlägen auf schiitische Einrichtungen und Viertel im Irak gekommen. So etwa Anfang Dezember auf diese Moschee.

Foto: AHMED SAAD / REUTERS

Bagdad.  Bei Anschlägen auf ein Einkaufszentrum und ein Café im Irak sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Der Nachrichtenseite Alsumaria zufolge starben am Montag alleine bei zwei Explosionen in einem Café nordöstlich von Bagdad 23 Menschen. Weitere 44 Menschen seien verletzt worden, berichtete die Seite unter Berufung auf Sicherheitskreise. Das angegriffene Kaffeehaus in der Stadt Mukdadija sei vor allem bei jungen Leuten beliebt, hieß es.

Im Osten der Hauptstadt Bagdad waren kurz zuvor bei der Explosion einer Autobombe und anschließenden Gefechten nahe eines Shopping-Centers acht Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden, wie ein Mitarbeiter des Innenministeriums mitteilte. Drei Angreifer, die nach Augenzeugenberichten Sprengstoffgürtel trugen, hätten das Einkaufszentrum gestürmt. Die Lage sei übereinstimmenden Berichten zufolge unter Kontrolle, die Angreifer seien tot.

IS bekennt sich zu Attentat

In einer zunächst nicht verifizierbaren Stellungnahme im Internet bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat in Bagdad. In der Botschaft ist von insgesamt vier Attentätern die Rede – bei dem vierten Angreifer könnte es sich um einen Selbstmordattentäter handeln, der im explodierenden Auto gesessen hatte. Der IS kontrolliert große Teile im Norden und Westen des Landes, geriet zuletzt aber wegen Gebietsverlusten in die Defensive.

Zunächst war von zehn toten Polizisten und 40 Zivilisten, die entweder tot oder verwundet seien, die Rede gewesen. Eine Sicherheitsquelle berichtete zudem, die Angreifer hätten zwischenzeitlich 40 Geiseln genommen. (dpa)

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