Terrorverdacht

Verdächtige Postsendung am Kanzleramt - Sperrung aufgehoben

Das Bundeskanzleramt ist am Morgen abgesperrt worden. Postkisten wurden untersucht, nachdem ein Sprengstoffhund angeschlagen hatte.

Die Polizei hat am Mittwochmorgen das Bundeskanzleramt wegen einer verdächtigen Postsendung abgesperrt. Die Hauptzufahrt und auch Zufahrtsstraßen waren betroffen. Nach etwa zwei Stunden wurde die Sperrung gegen 10.50 Uhr wieder aufgehoben.

Wie der TV-Sender N24 berichtete, befand sich der verdächtige Gegenstand in einer von vier Postkisten, die etwa eine Stunde lang vor dem Tor des Kanzleramts standen. Es sei ein routinemäßiger Vorgang, hieß es in dem Bericht, dass die Postkisten mit Sendungen zunächst vor dem Tor abgestellt und kontrolliert würden. Eine der Sendungen entpuppte sich dann als auffällig.

Ein Entschärfungsteam kam, die Einsatzkräfte trugen schließlich die Kisten in Polizeifahrzeuge, wo die weitere Untersuchung stattfand. Ein Bundespolizeisprecher sagte der Berliner Morgenpost gegen 10.30 Uhr: „Mehrere Postkisten sind bereits durchsucht worden, ohne dass etwas gefunden wurde.“ Jetzt stehe noch die Überprüfung einer gelben Box aus. Eine Viertelstunde später hieß es, die Untersuchung sei abgeschlossen. Alle Postsendungen waren unbedenklich.

Das Kanzleramt wurde nicht geräumt. Die reguläre Kabinettssitzung am Vormittag fand wie geplant statt. Es gibt abseits des Haupttores weitere Zufahrten zum Gebäude.

Die Nachrichtenagentur dpa hatte gemeldet, dass ein Sprengstoffhund am Morgen angeschlagen hatte, als er die gelben Postboxen entlang geführt wurde. Sie standen zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb des Kanzleramtes vor dem Haupteingang. Ein Sprecher der Bundespolizei wollte den Einsatz eines Sprengstoffspürhundes aber gegenüber der Morgenpost nicht bestätigen. Man habe ein erprobtes Kontrollverfahren. „Wie das genau aussieht, können wir natürlich nicht öffentlich machen“, so der Sprecher. Es seien mehrere Postboxen und deren Inhalt überprüft worden. Fünf Brief- und Paketsendungen seien auch geöffnet worden. Nun würden die Sendungen ins Kanzleramt gehen und dort den normalen Postverteilweg nehmen.