Ex-Minister

Varoufakis will in Berlin eine neue linke Bewegung gründen

Europa-Schreck Yanis Varoufakis ist zurück. Athens Ex-Finanzminister will eine neue linke Bewegung ausrufen – ausgerechnet in Berlin.

Er macht sich wieder startklar: Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis will von Deutschland aus mit einer linken Bewegung Erfolg haben.

Er macht sich wieder startklar: Griechenlands Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis will von Deutschland aus mit einer linken Bewegung Erfolg haben.

Foto: Yannis Kolesidis / dpa

Berlin.  Der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis wird Anfang Februar seine neue linke paneuropäische Bewegung starten – in Berlin. Das Projekt wird „Democracy in Europe Movement 2025“ heißen - kurz „DiEM 25“, wie die Tageszeitung „Neues Deutschland“ am Sonntag berichtete.

Varoufakis will demnach am 9. Februar in der „Volksbühne“ gemeinsam mit Mitstreitern Ideen vorstellen, „wie man Europa demokratisieren und dessen schleichende Fragmentierung stoppen kann“. Berlin als Gründungsort ist pikant. Varoufakis hatte sich in seiner Zeit als Finanzminister auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise scharfe verbale Auseinandersetzungen mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble geliefert. Der Grieche kritisierte zudem immer wieder massiv die Bundesregierung für ihre harte Haltung gegenüber Athen in Sachen Reformen.

Varoufakis will eine „dritte Alternative“ bieten

Von einer neuen politischen Bewegung des griechischen Wirtschaftsexperten war schon länger die Rede. Es gehe ihm nicht darum, eine weitere Partei zu gründen, hatte Varoufakis mehrfach erklärt; vielmehr gehe es um eine „dritte Alternative“ zwischen den seiner Auffassung nach falschen Strategien, in den „Kokon der Nationalstaaten“ zurückzustreben und sich „anti-demokratischen EU-Institutionen“ zu unterwerfen.

„DiEM 25“ wolle zunächst versuchen, „Wurzeln in jeder Stadt, in jedem EU- Mitgliedsstaat“ zu schlagen, heißt es. Varoufakis sprach von einem „wirklich utopischen Unterfangen“. (dpa)