München –

Jahreswechsel: Kirche ruft zur Zuversicht auf

München. Mit Zuversicht und Optimismus in das neue Jahr: Dazu ermutigt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Die Menschen in Deutschland hätten Grund zu großer Dankbarkeit, erklärte er in einem „Geistlichen Wort zum Jahreswechsel“. Was in Deutschland an spontaner Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise sichtbar geworden sei, habe die Welt beeindruckt. Allerdings gebe es noch viel zu tun, wie die „beängstigend zunehmende Gewalt“ gegen Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland zeige.

„Die politisch Verantwortlichen und die Zivilgesellschaft haben gemeinsam dafür gesorgt, dass mit dem Namen Deutschland gegenwärtig kaum jemand noch Gewalt und Krieg verbindet, sondern nun Humanität und mitmenschliche Solidarität in den Vordergrund gerückt sind“, sagte der Repräsentant von rund 23 Millionen Protestanten. Es sei aber auch Demut nötig. In Europa würden die Menschen vor allem dann zur Nachahmung angeregt, wenn „wir in Deutschland nicht als die moralischen Lehrmeister auftreten“, sondern ganz praktisch zeigten, wie Integration gelingen kann – selbst bei unterschiedlichen religiösen oder kulturellen Hintergründen, so der Theologe. Manche Deutsche habe die Aufnahme von Flüchtlingen in großer Zahl aber auch Angst gemacht, räumte er ein. Es müsse daher deutlich gemacht werden, dass Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus die Ängste der Menschen anheizten und das Mitgefühl sabotierten.

( epd )

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