Berlin –

Unternehmen spenden weniger an Parteien

Berlin. Die Parteien haben 2015 erneut weniger Großspenden aus der Wirtschaft erhalten als im Vorjahr. Die Summe der sofort meldepflichtigen Unternehmensspenden von mehr als 50.000 Euro lag bei insgesamt 1,12 Millionen Euro. Das geht aus der aktuellen Aufstellung der Bundestagsverwaltung hervor, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zuerst berichtete. 2014 erhielten die Parteien noch 1,44 Millionen Euro aus der Wirtschaft. Im Wahljahr 2013 beliefen sich die Großspenden auf 3,5 Millionen Euro.

Genaueren Aufschluss über Zuwendungen von Firmen und Privatleuten und damit über das gesamte Spendenaufkommen eines Jahres geben erst die Rechenschaftsberichte der Parteien. Sie müssen für 2015 noch erstellt werden. Die meisten Großspenden gingen mit 600.000 Euro an die CDU und mit 550.000 Euro an die nicht mehr im Bundestag vertretene FDP. Die SPD bekam insgesamt 220.000 Euro, die Grünen 110.000 Euro. Die Linke und die AfD erhielten keine Großspenden. Die größte Einzelspende in Höhe von 252.400 Euro erhielt die linke MLPD von einem Mann aus Oberhausen.

Langjährige Großspender wie der Autobauer BMW oder andere Unternehmen tauchen nicht mehr in der Spenderliste auf. „Wir setzen jetzt auf Projektkooperationen. Das macht für uns mehr Sinn“, sagte ein BMW-Konzernsprecher der „Berliner Zeitung“. So würden etwa Veranstaltungen finanziert – wie zum Beispiel die Spargelfahrten des Seeheimer Kreises der SPD, oder Autos auf Veranstaltungen präsentiert. Solche Sponsoringaktivitäten müssen im Spendenbericht des Bundestages nicht erwähnt werden.

( BM )

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