Politik

Die kleine Schwester betreuen

Ein Datum teilt das Leben von Elisa Chirino (18) in ein Vorher und Nachher: Am 25. März 2014 stürzte die Turnerin auf dem Stufenbarren schwer, brach sich zwei Halswirbel. Bis dahin war Elisa eine ehrgeizige Schülerin, die tagsüber trainierte und bis spät in die Nacht lernte. Was nach dem Unfall folgte, ist für Außenstehende schwer zu ermessen. Fast zwei Jahre Krankenhaus, Operationen, eine schwere Infektion. Und die Einsicht, dass sie nie wieder laufen wird und immer auf andere angewiesen bleibt. Doch Elisa kämpft sich zurück ins Leben. Eines aber ist geblieben wie auch vor jenem Tag: Ihre Familie ist für Elisa da. Die großen Schwestern Sandra (28) und Anita (29) opferten seit dem Unglück alle freie Zeit für die kleine Schwester. Und brachten ihr das Wichtigste mit ans Krankenbett, das Schwestern geben können: Lebensmut und Lachen. „Manchmal haben wir für sie im Krankenzimmer Späße gemacht und getanzt.“ Elisa lernte ihre Schwestern neu kennen. An Sandra schätze sie, dass sie sich so um sie sorge und ihre Zuverlässigkeit, sagt sie. „Und an Anita ihren Humor und ihre Lebenserfahrung. Beide sind immer für mich da, wenn ich sie brauche.“

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