Politik

Eine Kiezkneipe, in der das ganze Leben spielt

Das ist das echte Berlin: Die „Kupferkanne“ an der Steinmetz- Ecke Alvenslebenstraße in Schöneberg gibt es seit 1978. Das Viertel zwischen Bülowbogen und Winterfeldtplatz hat nichts vom Glamour der City West und ist auch keine Touristenattraktion. Viele, die hier am Tresen sitzen, haben das auch vor 35 Jahren schon getan. Wie Bernhard und Manuela (tanzend), die seit 35 Jahren verheiratet sind. Oder Horst (l.), der einst Trauzeuge der Wirtsleute Rose-Gül und Necip Cakir war. Auch Peter (r.) gehört zur Stammbelegschaft, die viel mehr verbindet als nur die Molle am Abend. „Wir teilen alles, Alltag, Urlaub, Sport, Erinnerungen“, sagt die Wirtin, die die Kneipe einst von den Eltern übernahm. So ist die „Kupferkanne“ bis heute Treffpunkt des Fußballvereins Grunewald SV. Den Verein gibt es nicht mehr, aber die Helden, die die vielen Pokale errungen haben, treffen sich hier immer noch einmal im Monat. „Seit unsere Kinder erwachsen sind, sehe ich meine Gäste häufiger als meine Familie“, sagt Rose-Gül Cakir. Auch an Heiligabend ist die „Kupferkanne“ geöffnet.

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