Schwere Krawalle in Leipzig – Justiz ermittelt gegen Autonome

Die sächsische Justiz hat nach den Krawallen bei Protesten gegen eine Neonazi-Demonstration in Leipzig zahlreiche Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs eingeleitet. „Es gibt etliche Verfahren gegen Vermummte, die mit Steinen geworfen haben. Das war ein Gewaltexzess“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Die Ermittlungen richteten sich zunächst ausschließlich gegen die linksautonome Szene. Bei den Krawallen waren am Samstag 69 Polizisten verletzt und 50 Dienstfahrzeuge beschädigt worden. Die Polizei nahm 23 Menschen vorübergehend in Gewahrsam. Der Oberbürgermeister der Stadt, Burkhard Jung (SPD), sprach von „offenem Straßenterror“. Kriminelle diskreditierten den so wichtigen, friedlichen Protest gegen Neonazis.