SPD-Bundesparteitag

Sigmar Gabriel nach Technik-Panne wiedergewählt

Mit Tablets sollte der SPD-Chef auf dem Bundesparteitag wiedergewählt werden. Doch eine Panne zwang die Partei zu einem neuen Plan.

Sigmar Gabriel bei seiner Grundsatzrede auf dem SPD-Parteitag

Sigmar Gabriel bei seiner Grundsatzrede auf dem SPD-Parteitag

Foto: Michael Kappeler / dpa

Sigmar Gabriel hat bei seiner Wiederwahl als SPD-Vorsitzender einen Dämpfer bekommen. Der 56 Jahre alte Vizekanzler erhielt bei seiner Wiederwahl am Freitag beim SPD-Bundesparteitag in Berlin nur 74,3 Prozent der Stimmen - 2013 hatte er noch 83,6 Prozent erreicht.

Zuvor gab es technische Probleme mit den Tablets, mit denen die Delegierten abstimmen sollten. Deshalb musste ganz klassisch mit Stimmzetteln gewählt werden.

Der Spott im Netz ließ nicht lange auf sich warten. Aber selbst die Delegierten nahmen es mit Humor.

Zuvor hatte Gabriel seine Partei aufgerufen, verstärkt Politik für die Mitte der Gesellschaft zu machen. Die Sozialdemokraten müssten die "arbeitende Mitte der Gesellschaft" ansprechen, forderte er in seiner Grundsatzrede auf dem Bundesparteitag in Berlin.

Dabei gehe es um diejenigen, die hart arbeiteten und den Wohlstand dieses Landes schafften. Dazu gehöre die Einsicht, dass Wirtschaftswachstum für einen starken Staat mehr bringe als eine Anhebung des Spitzensteuersatzes. Auch in der Flüchtlingspolitik gelte es, die Helfer als "Alltagshelden der Integration" nicht zu verlieren. Die SPD dürfe nicht so tun, als könne Deutschland jedes Jahr "noch mal eine Million Flüchtlinge" aufnehmen.