Politik

„Ein Akt der Demokratie, aber bedenklich“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel: „Hamburg lehnt
Olympische Spiele ab“, 30. November

Woher kommt eigentlich das Wort Demokratie, fragte mich kürzlich eine Gymnasiastin in der U-Bahn. Ich erklärte ihr es kurz: Demokratie bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Wahlen, Volksbefragungen und Volksentscheide sind wichtige Spielarten der Demokratie. Mit einem charmanten Lächeln sagte sie „Danke“ und stieg am Alex aus. Das „Nein“ der Hamburger zur Olympiabewerbung war so ein löblicher Demokratieakt, wenngleich mich das Ergebnis ärgert. Ich nehme es fair zur Kenntnis, finde es aber bedenklich, weil eine Chance für die Sportjugend, die Stadt und letztlich für das Ansehen unseres Landes nicht genutzt wurde.

Michael Röber, Pankow

Ich denke, in Hamburg wurde richtig entschieden. Anstatt Milliarden an Steuergeldern für „Brot und Spiele“ zu verbrennen, sollte dieses Geld für die Bürger investiert werden. Es mag sein, dass es für die Wirtschaft ein Verlust ist. Aber mittlerweile ist doch Olympia auch nur ein hohles Spektakel wie die Tour de France. Wer am besten dopt, gewinnt. Brauchen wir das wirklich?

Thomas Nickl, via Facebook

Man kann den Hamburgern eigentlich nur dazu gratulieren, dass sie Olympia eine klare Absage erteilt haben. Auch wenn Politiker und Sportfunktionäre nun jammern und uns weismachen wollen, dass dies eine Blamage für unser Land sei, so sollten wir uns als interessierte und nachdenkende Bürger nicht davon beirren und einschüchtern lassen. Wir brauchen keine größenwahnsinnigen Prestige-Projekte mehr, deren Kosten immer wieder ins Unermessliche steigen. Und wir haben es satt, uns andauernd mit dem Korruptionssumpf von Fifa und Olympischen Komitees auseinanderzusetzen. Deshalb ist die Entscheidung von Hamburg, die auch in Berlin nicht anders ausgefallen wäre, ein Sieg der Vernunft und der Demokratie!

Thomas Henschke, Reinickendorf

Lieber mehr Personal in der U-Bahn als Wlan

Zum Artikel: „Freies Internet in
U-Bahnhöfen“ vom 28. November

Besser ist es meiner Meinung nach, für die Sicherheit der Fahrgäste Sorge zu tragen, nicht dafür, dass man im Untergrund Wlan hat. Wlan finde ich zweit- oder drittrangig. Mehr Personal für unsere Sicherheit!

Dagmar Villbrandt, via Facebook

Sehr großes Interesse an dieser Art von „Neuinterpretation“

Zum Artikel: „Heldenträume am
Schreibtisch“ vom 24. November
und Leserbriefe dazu

Ein Leser kritisiert, dass „Aida“ in der Deutschen Oper kaputtinterpretiert worden sei. Hätte er sich vorher besser über diese Inszenierung informiert, hät- te er sich seinen Ärger sparen können. Oder gehört er zu den notorischen Buh- rufern, die in jeder Premiere anzutreffen sind? Was versteht er unter einer „vernünftigen“ Aufführung? „Aida“ mit Pyramide und davor ein Elefant mit Palme im Rüssel? Ich empfehle ihm, alle Kritiken über diese „Aida“-Neuinszenierung zu lesen und sich über die Auslastungszahlen zu informieren. Es gibt kaum noch Karten. Das Interesse an dieser Art von Neuinterpretation ist sehr groß. Ich verfolge seit über 65 Jahren das Operngeschehen in unseren Opernhäusern und dem Rest der Welt. Noch nie habe ich einen derartigen Raumklang wie in dieser „Aida“-Premiere erlebt. Wir machen uns keine Sorgen um den „guten Ruf“ Berlins.

Joachim Rudnitzky, Marienfelde

Wir brauchen mehr Pragmatiker mit Zivilcourage

Zum Artikel: „Mehr Bulli wagen“
vom 29. November

Lieber Hajo Schumacher, danke für die tolle Sonntagskolumne. Ich war auch schon in der Jauch-Sendung von Bouilllon begeistert. Hätten wir doch mehr solche Pragmatiker mit Zivilcourage.

Gisela Nethe-Berlin, Potsdam

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