Anti-Terror

Polizei hebt mögliche Terrorzelle in tunesischem Badeort aus

Nach dem Anschlag in Tunesien gehen die Behörden verstärkt gegen den Terror vor. Nun wurden 31 Personen in einem Badeort festgenommen.

Nach dem Anschlag in Tunis stehen Polizisten zum Schutz bereit (Foto). Das Land will nun stärker gegen mutmaßliche Dschihadisten vorgehen.

Nach dem Anschlag in Tunis stehen Polizisten zum Schutz bereit (Foto). Das Land will nun stärker gegen mutmaßliche Dschihadisten vorgehen.

Foto: Mohamed Messara / dpa

Tunis.  Die tunesischen Behörden haben nach eigenen Angaben im Badeort Sousse eine Terrorzelle aufgedeckt. Bei zwei Polizeieinsätzen wurden 31 Personen festgenommen und Waffen beschlagnahmt, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Die Gruppe, das Al-Furkan-Bataillon, hatte den Angaben zufolge Attentate auf Sicherheitspersonal und Politiker geplant. Die Terrormiliz sei für einen versuchten Anschlag auf den Politiker und Sportmanager Ridha Charfeddine im Oktober sowie für die Tötung eines Polizisten im August verantwortlich.

Tunesien geht verstärkt gegen den Terror vor

Seit einem Terroranschlag in der Hauptstadt Tunis am Dienstag gehen Sicherheitsbehörden verstärkt gegen mutmaßliche Dschihadisten im Land vor. Bei der Bombenexplosion in einem Bus der tunesischen Präsidentengarde waren zwölf Sicherheitskräfte getötet worden. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich im Internet zu dem Anschlag.

Der Terrorangriff sowie diverse Anttacken in der Vergangenheit werden als Versuch von Extremisten gesehen, die junge Demokratie zu destabilisieren. Ende Juni tötete ein Extremist in einer Hotelanlage des Badeorts Sousse 38 Urlauber. Bereits im März waren bei einem Angriff auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Touristen getötet worden. (dpa)