Terrorgefahr

CSU-Minister stiftet Verwirrung um Paris-Attentäter

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sorgte mit einer Aussage für reichlich Irritationen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sorgte mit einer Aussage für reichlich Irritationen.

Foto: Matthias Balk / dpa

Ist ein Paris-Attentäter als Flüchtling getarnt durch Bayern gereist? Aussagen des bayerischen Innenministers sorgten für Verwirrung.

München/Paris.  Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann ging noch am Dienstagabend davon aus, dass einer der Attentäter von Paris als Flüchtling getarnt nach Frankreich gereist war. „Es spricht im Moment sehr viel dafür“, sagte der CSU-Politiker dem „Münchner Merkur“. Doch nur wenige Stunden später folgte das Dementi: „Es handelt sich nicht um den gestorbenen Attentäter“, musste ein Sprecher des Ministeriums den Chef korrigieren.

Bei den Überresten eines der Selbstmordattentäter vom Fußball-Stadion Stade de France in Paris war ein syrischer Pass gefunden worden. Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet, dass dieser Mann und ein weiterer Attentäter gemeinsam als Flüchtlinge getarnt in die EU einreisten.

Einer von ihnen, ein 25-Jähriger namens Ahmed al-Mohammed, soll am 3. Oktober laut griechischen Behörden als Flüchtling auf der Insel Leros registriert worden sein. Am 7. Oktober soll er in Serbien eingetroffen sein. Unklar bleibt nach dem Dementi aus Bayern, welche die Route die Männer von Serbien aus genommen haben. (dpa)

Update: In einer früheren Version dieses Artikels war das Dementi des Sprechers des bayerischen Innenministers Herrmann noch nicht enthalten. Auf Grundlage von Herrmanns Aussage war so der Eindruck entstanden, dass einer der Attentäter tatsächlich in Bayern registriert worden war.

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos