Karlsruhe –

Hannover: Höchster Ermittler übernimmt

Karlsruhe.  Nach dem Terroralarm in Hannover ermittelt nun der Generalbundesanwalt in Karlsruhe. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Donnerstag. „Wir haben die Ermittlungen übernommen“, sagte er. Es gehe um den Verdacht auf Bildung einer terroristischen Vereinigung. Zu weiteren Einzelheiten machte der Sprecher der Bundesanwaltschaft keine Angaben. Das Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover war wegen Terroralarms am Dienstag abgesagt worden. Die Behörden hatten von einer Bedrohungslage gesprochen.

Bundesregierung und Sicherheitsexperten verteidigten, dass das Fußball-Länderspiel wegen eines Terroralarms kurzfristig abgesagt wurde. Bei dem Länderspiel bestand nach Medieninformationen die Gefahr, dass mehrere Bomben explodieren. „Bild.de“ zitierte aus einem Geheimpapier des Verfassungsschutzes für de Maizière.

Darin heißt es demnach, mehrere Angreifer hätten geplant, das Fußballspiel mit mehreren Sprengsätzen innerhalb des Stadions anzugreifen. Zudem sollte eine Bombe in der Stadt Hannover detonieren. Die Sprengsätze sollten dem Bericht zufolge in einem Rettungswagen ins Stadion geschmuggelt werden. Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ handelte es sich bei den Angreifern um vier Männer und eine Frau.

Nach offiziellen Angaben wurde aber bisher kein Sprengstoff in oder am Stadion in Hannover gefunden. Festnahmen gab es auch nicht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte: „Wir wissen bis heute nicht, ob der Hinweis so zutraf.“ Er sei von einem ausländischen Partner gekommen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will die Bundesliga-Spiele am Wochenende austragen lassen.