Karlsruhe/Berlin –

Anklage gegen zwei Rückkehrer aus Syrien erhoben

Karlsruhe/Berlin. Die Bundesanwaltschaft hat gegen zwei mutmaßliche Unterstützer der Terrorgruppe „Junud Al-Sham“ Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Berliner Kammergerichts erhoben. Unter anderem sollen sie Islamisten mit Geld und organisatorischer Hilfe ermöglicht haben, sich auf Seite der Terrorgruppe am Bürgerkrieg in Syrien zu beteiligen, wie die Behörde von Generalbundesanwalt Harald Range am Donnerstag in Karlsruhe berichtete. Auch Ausrüstungsgegenstände sollen sie der Vereinigung beschafft haben.

Die beiden 41 und 44 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen Ismet D. und Emin F. seien hinreichend verdächtig, die „Junud Al-Sham“ („Soldaten Syriens“) in neun Fällen unterstützt und davon in acht Fällen gleichzeitig eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben, berichtete die Bundesanwaltschaft. Die beiden Beschuldigten befinden sich seit Monaten in Untersuchungshaft. Ein Prozesstermin steht nach Auskunft der Berliner Justiz noch nicht fest.

Die „Junud Al-Sham“ ist eine radikal-islamische Organisation, die den syrischen Machthaber Baschar al-Assad stürzen und einen auf der Scharia basierenden Gottesstaat errichten will. Sie soll nach Angaben von Sicherheitsbehörden etwa 1500 kampfbereite Mitglieder haben.

( dpa )

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