Anti-Terror-Kampf

12.000 Polizisten sichern das G20-Gipfeltreffen in Antalya

Die Regierungschefs der G20-Staaten beraten am Sonntag im türkischen Antalya über Anti-Terror-Strategien. Nur Francois Hollande fehlt.

Ein türkischer Polizei sichert auf dem Flughafen von Antalya die Maschine des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping bei dessen Ankunft.

Ein türkischer Polizei sichert auf dem Flughafen von Antalya die Maschine des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping bei dessen Ankunft.

Foto: POOL / REUTERS

Antalya.  Überschattet von den Anschlägen in Paris beginnt an diesem Sonntag im türkischen Antalya unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen das Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20).

Zu dem Treffen im türkischen Badeort Belek bei Antalya werden auch der amerikanische Präsident Barack Obama und der russische Staatschef Wladimir Putin erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel startete am Sonntagmorgen Richtung Antalya. Der Gipfel am Sonntag und Montag findet unter besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Gastgeber Türkei hat zu seinem Schutz 12.000 Sicherheitskräfte aufgeboten.

Erdogan: Worte reichen jetzt nicht mehr

Der türkische Präsident und Gastgeber Recep Tayyip Erdogan forderte die Teilnehmer auf, dem Kampf gegen den Terrorismus oberste Priorität einzuräumen. Die Anschläge von Paris mit mehr als 120 Toten und Hunderten Verletzten machten deutlich, dass gehandelt werden müsse. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem Worte im Kampf gegen den Terrorismus nicht mehr ausreichen“, sagte Erdogan.

Schon vor den Anschlägen hatte die Türkei Beratungen über Konsequenzen aus der weltweiten Flüchtlingskrise auf die Tagesordnung gesetzt. Konflikte wie die in Syrien, Afghanistan und dem Irak haben Millionen Menschen zur Flucht getrieben und gelten als Nährboden für Terrorismus. Weitere Themen sind der Aktionsplan zur Förderung von mehr Wachstum und Beschäftigung, das Schließen von Steuerschlupflöchern und weitere Schritte in der Bankenregulierung.

Der französische Präsident Francois Hollande hat nach den Terroranschlägen von Paris seine Teilnahme an dem bis Montag dauernden Treffen abgesagt. Er wird durch Außenminister Laurent Fabius und Finanzminister Michel Sapin vertreten. Alle anderen G20-Staats- und Regierungschefs werden aber in Antalya erwartet. (dpa/rtr)