Verfahren

Angekündigte Zschäpe-Aussage im NSU-Prozess wird verschoben

Seit Beginn des NSU-Prozesses hat die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe geschwiegen. Für Mittwoch hatte ihr Anwalt eine Aussage angekündigt.

Seit Beginn des NSU-Prozesses hat die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe geschwiegen. Für Mittwoch hatte ihr Anwalt eine Aussage angekündigt.

Foto: Sebastian Widmann / Getty Images

Nach zweieinhalb Jahren wollte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe im NSU-Prozess aussagen – doch jetzt ist der Prozess unterbrochen.

München.  Die eigentlich für Mittwoch angekündigte Aussage der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe im NSU-Prozess wird verschoben. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl unterbrach den Prozess bis kommenden Dienstag, den 17. November. Wann Zschäpe dann Gelegenheit zur Aussage bekommen wird, ließ Götzl zunächst offen.

Der Entscheidung vorangegangen waren zwei Anträge: Zunächst hatten Zschäpes Alt-Verteidiger beantragt, von ihren Pflichtmandaten entbunden zu werden. Zudem stellten die Anwälte des Mitangeklagten Ralf Wohlleben einen Befangenheitsantrag gegen den gesamten Senat.

Zschäpes neuer Anwalt Mathias Grasel hatte am Montag angekündigt, dass er am Mittwoch eine Erklärung der Hauptangeklagten verlesen will. Mit einer Aussage würde Zschäpe ihr mehr als zweieinhalbjähriges Schweigen brechen. Wann diese Aussage folgt, ist nun ungewiss. (dpa)

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