NSU-Terror

Beate Zschäpe will am Mittwoch umfassend aussagen

Bisher hat Beate Zschäpe im NSU-Prozess geschwiegen. Das könnte sich nun ändern.

Bisher hat Beate Zschäpe im NSU-Prozess geschwiegen. Das könnte sich nun ändern.

Foto: Marc Müller / dpa

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe will über die NSU-Taten aussagen. Ein Grund für den Wandel scheint Zschäpes Gesundheit.

München.  Seit dem 6. Mai 2013 hatte Beate Zschäpe im Prozess um die Morde der rechtsextremen Terrorgruppe NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) geschwiegen. Nun will die Angeklagte nach Informationen von „Spiegel Online“ am kommenden Mittwoch umfassend aussagen. Auch die „Süddeutsche Zeitung“ und tagesschau.de berichten über die Ankündigung zur Aussage.

Wie es in dem „Spiegel Online“-Bericht heißt, sei der angeschlagene Gesundheitszustand der mutmaßlichen Terroristin ein Grund für den möglichen Wandel in dem Prozess. So leide Zschäpe psychisch darunter, bisher geschwiegen zu haben.

Mitbeteiligung an zehn Morden und 15 Raubüberfällen

Zschäpe wird vorgeworfen an zehn Morden, 15 Raubüberfällen und zwei Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen zu sein. Ihr droht eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung.

In den bisherigen über 240 Verhandlungstagen hatte Zschäpe wohl auch deshalb geschwiegen, weil ihre bisherigen Anwälte Wolfgang Stahl, Wolfgang Heer und Anja Sturm dies als zentrale Verteidigungsstrategie gesehen hatten. Ob sich Zschäpe auch Fragen des Gerichtes und den Opferfamilien stellt, ist unklar.

Für die Aussage ist nur ein Verhandlungstag angesetzt. Zschäpes neuer Verteidiger Mathias Grasel sagte tagesschau.de, er werde die Aussage vorlesen. (ac)

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