Berlin –

Mitarbeiter von Heckler & Koch werden angeklagt

Berlin.  Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen sechs Mitarbeiter des Rüstungskonzerns Heckler & Koch erhoben. Sie sollen gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben, teilte die Behörde mit.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen 2006 und 2009 an 16 Lieferungen von Gewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein. Diese sollen mit Kenntnis der Beschuldigten in mexikanische Bundesstaaten geliefert worden sein, „die nicht von den deutschen Exportgenehmigungen umfasst waren“, erklärte Staatsanwältin Claudia Krauth. Heckler & Koch zufolge handelt es sich um G36-Sturmgewehre. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge 2012 eine externe Untersuchung durch Wirtschaftsprüfer in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse den Ermittlern zur Verfügung gestellt wurden.

Die Opposition forderte die Bundesregierung auf, alle Waffenexporte von Heckler & Koch zu stoppen. Die Ermittlungen müssten auf Beamte in den Behörden ausgeweitet werden, die in diese Exporte verstrickt waren, sagte der Rüstungsexperte der Linken-Bundestagsfraktion, Jan van Aken.

( rtr )

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