Flüchtlingskrise

Forderung: Auch Bundestag soll Turnhallen öffnen

Viele Turnhallen werden für Flüchtlinge genutzt, die Hallen des Bundestags stehen leer, kritisieren Gysi und Kubicki. Das müsse sich ändern.

Berlin. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, hat kritisiert, dass die Turnhalle des Deutschen Bundestages nicht für Schulen und Sportvereine zur Verfügung steht. „Die Hallen müssen zumindest für Sportverbände und den Schulsport geöffnet werden, damit sie ihren regulären Betrieb fortsetzen können“, forderte Kubicki am Mittwoch im „Sat.1-Frühstücksfernsehen“.

„Wir können nicht zusehen, dass unsere Kinder keinen Sport haben und andererseits die Hallen des Deutschen Bundestags überwiegend leer stehen, weil dort relativ wenig Sport getrieben wird. Die Abgeordneten können gerne auch mal ein halbes Jahr ins Fitnessstudio gehen, wenn sie sich betätigen wollen. Es kann nicht sein, dass wir ‚No-Go-Areas‘ für Flüchtlinge haben. Der Deutsche Bundestag ist hier wirklich gefordert“, sagte der FDP-Politiker weiter.

Auch Gregor Gysi, ehemaliger Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, kritisiert im Gespräch mit Sat.1 die Situation. „Wenn wir sagen, aus Sicherheitsgründen geht es hier nicht, dann kann man das auch keiner Kommune zumuten", erklärte Gysi. „Da ja viele Turnhallen in Berlin durch Flüchtlinge genutzt werden, können die Sportlerinnen und Sportler dort nicht mehr turnen. Dann sollten wir doch wenigstens denen anbieten, hier zusammen mit unseren Abgeordneten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu turnen – in unserer Turnhalle. Das wäre mal eine wichtige Geste!“

( BM )